Steckbrief
Bromelie
Guzmania lingulata
Auch bekannt als: Scarlet Star, Orange Star, Guzmania, Guzmanie, Vase Plant
Die Bromelie ist eine blühende Zimmerpflanze, deren leuchtender Schopf über Monate Farbe hält.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Hell |
|---|---|
| Gießen | Wöchentlich |
| Pflege | Mittel |
| Größe | ca. 25–40 cm |
Kurzporträt
Die Bromelie bildet eine Rosette mit leuchtendem Schopf in der Mitte.
Die Bromelie, im Handel oft als Scarlet Star oder Guzmania verkauft, stammt aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Dort wächst sie als Epiphyt auf Bäumen und nimmt Wasser über eine trichterförmige Blattrosette auf, die zentrale Tasse. Im Topf bleibt sie mit 25 bis 40 Zentimetern eher klein.
Ihre Besonderheit ist der Lebenslauf: Die Bromelie blüht nur ein einziges Mal, danach stirbt die Mutterpflanze langsam ab und lebt in ihren Kindeln weiter. Der leuchtende Schopf aus Hochblättern hält dabei rund fünf Monate, die echten weißen Blüten sitzen klein und tief darin.
Das spricht dafür
Ihre kräftige Farbe hält über Monate und verlangt dabei wenig. Sie ist ungiftig für Katzen und Hunde, und ein helles, warmes Bad ist genau ihr Element.
Worauf zu achten ist
Sie blüht leider nur ein einziges Mal. Direkte Sonne verbrennt die Blätter, und die zentrale Tasse sollte nie ganz leer stehen.
Standort & Licht
Helles, indirektes Licht reicht der Bromelie, sogar Kunstlicht nimmt sie an.
Ideal ist ein heller Platz ohne direkte Sonne, etwa nah an einem Ost- oder Nordfenster. Pralle Sonne hinterlässt braune Flecken auf den Blättern. Sie verträgt weniger Licht als andere Bromelien und gedeiht sogar unter Kunstlicht im Büro. Kalte Zugluft mag sie nicht. Dauerhaft unter etwa 15 °C wird es ihr zu kühl, am wohlsten sind ihr 18 bis 27 Grad.
Gießen & Pflege
Gegossen wird bei der Bromelie in die Blatttrichter, nicht die Erde.
Fülle die zentrale Tasse mit ein paar Zentimetern kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser und erneuere es wöchentlich, damit es nicht kippt. Das Substrat hältst du nur knapp feucht, denn die Wurzeln faulen leicht. Chlor und Kalk aus dem Leitungswasser verträgt sie schlecht, nimm daher Regen- oder gefiltertes Wasser. Sie mag hohe Luftfeuchte um 50 bis 70 Prozent, im Winter hilft Besprühen. Dünger braucht sie kaum, höchstens im Sommer stark verdünnt und nie konzentriert in die Tasse.
Die volle Tasse zählt mehr als feuchte Erde.
Umtopfen & Erde
Die Bromelie bleibt gern klein und braucht kaum je einen größeren Topf.
Häufig ist Umtopfen gar nicht nötig, denn ihr Wurzelwerk bleibt klein und ein enger Topf fördert sogar die Blüte. Erst wenn ein etwa fünfzehn Zentimeter großer Topf ganz durchwurzelt ist, topfst du im Frühjahr um. Oft lohnt sich das kaum noch, weil die Mutterpflanze nach der Blüte ohnehin abstirbt.
Als Epiphyt braucht sie kein schweres Substrat, sondern eine lockere, luftige Bromelien- oder Orchideenmischung mit Pinienrinde. Der Topf braucht ein Abzugsloch und sollte klein bleiben, ein zu großes Gefäß hält zu viel Nässe. Setze die Pflanze nicht tiefer ein als zuvor.
Häufige Probleme
Braune Blattspitzen entstehen bei der Bromelie meist durch trockene Luft oder eine leere Tasse, eine ausbleibende Blüte durch zu wenig Licht oder zu junges Alter.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Braune Blattspitzen | Zu trockene Luft oder leere Tasse | Luftfeuchte erhöhen, die Tasse gefüllt halten |
| Braune, trockene Flecken auf den Blättern | Direkte Sonne | Hell, aber ohne pralle Sonne stellen |
| Keine Blüte | Pflanze noch zu jung oder zu dunkel | Geduld und einen helleren Platz geben |
Vermehrung
Nach der Blüte bilden sich Kindel, die die Bromelie fortführen.
Während die Mutterpflanze nach der Blüte abstirbt, treibt sie an der Basis kleine Ableger, die Kindel. Warte, bis ein Kindel etwa sieben bis acht Zentimeter groß ist und eigene Wurzeln zeigt, dann trennst du es mit einem sauberen Messer ab und topfst es einzeln ein. Halte es danach warm und hell.
Eine Aussaat ist zwar möglich, dauert aber sehr lange und gelingt zu Hause selten. Über die Kindel geht es viel einfacher.
Giftigkeit
Die Bromelie ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Als Bromeliengewächs gilt die Bromelie für Katzen und Hunde als ungiftig, die ASPCA führt die Familie in ihrer Datenbank als unbedenklich. Für Haushalte mit Tieren ist das ein Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Blätter gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
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