Steckbrief
Nestfarn
Asplenium nidus
Auch bekannt als: Vogelnestfarn, Streifenfarn, Crispy Wave, Asplenium antiquum, Neottopteris nidus
Der Nestfarn liebt feuchte Luft, passt damit ins Badezimmer und ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Dunkel bis Halbschatten |
|---|---|
| Gießen | Alle 5–7 Tage |
| Pflege | Mittel |
| Größe | ca. 40–90 cm |
Kurzporträt
Der Nestfarn bildet eine einzige trichterförmige Rosette und wächst nur langsam.
Der Nestfarn, auch Vogelnestfarn genannt, stammt aus tropischen Regenwäldern, wo er als Aufsitzerpflanze in den Baumkronen wächst. Aus einer einzigen Mitte treibt er eine ausladende Rosette, seine namensgebende Nestform, und bleibt mit 40 bis 90 Zentimetern über Jahre eher niedrig.
In der Natur fängt dieser Trichter herabfallendes Laub auf und macht daraus seinen eigenen Kompost, eine Art Selbstdüngung. Er bildet nur eine Krone ohne Ausläufer. Deshalb lässt er sich nicht teilen und vermehrt sich ausschließlich über Sporen.
Das spricht dafür
Seine frischen, glänzenden Wedel bringen viel Grün ins Zimmer, und für Katzen und Hunde ist er ungiftig. Halbschattige Plätze verträgt er im Gegensatz zu vielen anderen Zimmerpflanzen sehr gut.
Worauf zu achten ist
Trockene Heizungsluft und Zugluft führen schnell zu braunen Wedelrändern, das ist sein häufigstes Problem. Trockenphasen verträgt er ebenfalls schlecht, denn der Ballen sollte nie ganz austrocknen.
Standort & Licht
Der Nestfarn kommt mit halbschattigen bis schattigen Plätzen gut zurecht.
Dennoch ist ein Platz mit hellem, indirektem Licht ideal, etwa an einem Nordfenster. Direkte Mittagssonne verbrennt die Wedel. Lichten Schatten verträgt er gut, eine ganz dunkle Ecke ohne Tageslicht ist ihm aber zu wenig. Dauerhaft unter etwa 18 Grad stoppt sein Wachstum, am wohlsten ist ihm zwischen 20 und 25 Grad.
Je feuchter die Luft, desto besser stehen seine Wedel.
Gießen & Pflege
Gieße den Nestfarn an den Rand, nie in die Nestmitte.
Im Sommer heißt das etwa alle fünf bis sieben Tage, im Winter reichen sieben bis zehn Tage. Lass die oberen ein bis zwei Zentimeter antrocknen, den Ballen aber nie ganz austrocknen und auch nie nass stehen. Wasser gehört an den Substratrand, denn in der Rosettenmitte fault das Herz. Nimm kalkarmes, zimmerwarmes Wasser und halte die Luftfeuchte bei 60 bis 80 Prozent, per Sprühen oder Kiesschale. Von Frühjahr bis Herbst düngst du alle drei bis vier Wochen halb dosiert, im ersten Jahr nach dem Umtopfen gar nicht.
Umtopfen & Erde
Umgetopft wird der Nestfarn erst, wenn der Topf durchwurzelt ist.
Der richtige Zeitpunkt dafür ist das zeitige Frühjahr, meist reicht das alle zwei bis drei Jahre. Die frisch austreibenden Wedel sind empfindlich, geh beim Umtopfen also behutsam mit ihnen um.
Er braucht ein humusreiches, durchlässiges und leicht saures Substrat mit einem pH-Wert von etwa 4,5 bis 6. Eine Mischung aus Blumenerde mit Kokosfaser, Sand oder Torfersatz und etwas Tongranulat passt hier am besten. Wichtig sind ein Topf mit Abzugsloch und eine gute Drainage.
Häufige Probleme
Braune Wedelränder sind beim Nestfarn ein Zeichen für zu trockene Luft oder kalkhaltiges Wasser, Fäulnis in der Mitte entsteht durch Gießen in den Trichter.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Braune Blattränder oder Spitzen | Zu trockene Luft, Zugluft, kalkhaltiges Wasser oder Nährstoffmangel | Luftfeuchte erhöhen, kalkarm gießen und maßvoll düngen |
| Fäulnis im Blatttrichter | Wasser in die Rosettenmitte gegossen | Nur am Substratrand gießen und die Mitte trocken halten |
| Thripse, Schild- oder Wollläuse | Trockene Wärme | Blattunterseiten kontrollieren und die Schädlinge abwischen |
Vermehrung
Der Nestfarn lässt sich zu Hause kaum vermehren, nur über Sporen.
Weil er nur eine einzige Krone ohne Ausläufer bildet, lässt er sich nicht teilen, auch wenn im Handel manchmal etwas anderes steht. Damit bleibt nur die Anzucht aus Sporen von der Blattunterseite, am besten im Januar oder im Juli und August. Die Vermehrung ist also äußerst langwierig und heikel und zieht sich über Monate.
Giftigkeit
Der Nestfarn ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Als echter Farn enthält der Nestfarn keine für Katzen und Hunde giftigen Stoffe. Echte Farne gelten allgemein als ungiftig, und die ASPCA führt eine verwandte Asplenium-Art als unbedenklich. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Blätter gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
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