Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) Schwertfarn (Nephrolepis exaltata) – Bild 2

Steckbrief

Schwertfarn

Nephrolepis exaltata

Auch bekannt als: Bostonfarn, Nierenschuppenfarn, Boston Fern, Sword Fern, Bostoniensis

Der Schwertfarn füllt Ampeln mit überhängenden Wedeln, verlangt dafür gleichmäßig feuchte Erde und hohe Luftfeuchte.

Auf einen Blick

Ungiftig
StandortDunkel bis Halbschatten
GießenAlle 2–3 Tage
PflegeAnspruchsvoll
Größeca. 40–90 cm

Kurzporträt

Der Schwertfarn ist pflegeleicht, solange er nicht austrocknet.

Der Schwertfarn, oft Bostonfarn genannt, stammt aus feuchten tropischen und subtropischen Wäldern, wo er am Boden oder auf Bäumen wächst. Aus einem zentralen Rhizom treibt er überhängende Wedel und bildet dazu Ausläufer. Meist bleibt er zwischen 40 und 90 Zentimeter hoch und ähnlich breit.

Bekannt wurde er durch das NASA Clean Air Study von 1989, in dem er unter Laborbedingungen Formaldehyd aus der Luft filterte. Auf die normale Raumluft lässt sich das aber nicht eins zu eins übertragen. Als Farn bildet er keine Blüten und vermehrt sich über Sporen.

Das spricht dafür

Seine dicht überhängenden Wedel machen ihn zur klassischen Ampelpflanze fürs helle Bad. Für Katzen und Hunde ist er ungiftig, und ein Standort mit hoher Luftfeuchte kommt ihm sehr entgegen.

Worauf zu achten ist

Trocknet der Ballen aus, wirft er sofort Wedel ab, und trockene Heizungsluft lässt die Wedelspitzen bräunen. Direkte Sonne verbrennt die Wedel, deshalb steht er besser hell, aber nicht in der prallen Mittagssonne.

Standort & Licht

Direkte Sonne verbrennt den Schwertfarn, hell und indirekt ist ideal.

Ein Ost- oder Westfenster mit hellem, indirektem Licht passt am besten. Direkte Mittagssonne verbrennt die Wedel und bräunt ihre Spitzen. Etwas Schatten nimmt er hin, dauerhaft zu dunkel wächst er aber nur spärlich und matt. Dauerhaft unter etwa 12 Grad wird es ihm zu kalt, wohl fühlt er sich ganzjährig bei 18 bis 22 Grad.

Gießen & Pflege

Wenn der Schwertfarn austrocknet, wirft er sofort seine Wedel ab.

Im Sommer heißt das häufiges Gießen, je nach Wärme etwa alle zwei bis drei Tage, im Winter reicht meist einmal pro Woche, sobald die oberste Schicht angetrocknet ist. Verwende weiches, zimmerwarmes Wasser und schütte überschüssiges Wasser weg, denn Staunässe schadet ebenso. Wichtig ist hohe Luftfeuchte. Besprühe ihn regelmäßig mit kalkarmem Wasser oder stell ihn auf ein Kieselbett. Von Frühjahr bis Herbst düngst du alle zwei bis vier Wochen halb dosiert, im Winter gar nicht.

Lass den Ballen entscheiden, nicht den Kalender.

Umtopfen & Erde

Umgetopft wird erst, wenn der Ballen komplett durchwurzelt ist.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr, meist alle zwei bis drei Jahre, allerdings erst, wenn die Wurzeln den Ballen vollständig durchzogen haben. Beim Umtopfen kannst du den Horst gleich teilen und so vermehren.

Als Substrat passt lockere, humose Zimmerpflanzenerde mit etwas Sand oder Perlit für gute Drainage. Ein Abzugsloch ist wichtig, damit kein Wasser im Topf steht. Weil seine Wedel überhängen, eignet er sich gut als Ampelpflanze.

Häufige Probleme

Fallen beim Schwertfarn die Wedel ab, war der Ballen oder die Luft zu trocken, braune Wedelspitzen kommen fast immer von Heizungsluft.

Häufige Probleme beim Schwertfarn: Symptom, Ursache und Lösung
Symptom Woran es liegt Was hilft
Wedel fallen ab Ballen zu trocken oder Luft zu trocken Gleichmäßig feucht halten und Luftfeuchte erhöhen
Braune Wedelspitzen Zu niedrige Luftfeuchte, oft Heizungsluft Regelmäßig besprühen und von der Heizung wegrücken
Schild- oder Wollläuse, Spinnmilben Befall bei trockener Luft Abduschen, Luftfeuchte erhöhen, bei Bedarf ölhaltiges Mittel

Vermehrung

Am leichtesten teilst du den Schwertfarn beim Umtopfen im Frühjahr.

Trenne beim Umtopfen im Frühjahr den Wurzelballen in mehrere Stücke, jedes mit eigenen Wurzeln und einigen Wedeln. Setze die Teilstücke in frische, feuchte Erde und halte sie warm und die ersten Wochen besonders gleichmäßig feucht.

Alternativ bewurzelst du die Ausläufer, die er bildet, und trennst die Jungpflanzen ab, sobald sie eigene Wurzeln haben. Über Sporen geht es zwar auch, das ist aber langwierig.

Giftigkeit

Der Schwertfarn ist ungiftig für Katzen und Hunde.

Die ASPCA führt ihn als Boston Fern mit eigenem Eintrag als ungiftig für Hunde und Katzen. Für Haushalte mit Tieren ist das ein Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Wedel gehören trotzdem nicht in Kinderhände.

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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2026