Steckbrief
Dreimasterblume
Tradescantia zebrina
Auch bekannt als: Tradescantia, Zebrakraut, Silber-Dreimasterblume, Inch Plant, Wandering Dude
Die Dreimasterblume hängt mit silbrig-violettem Laub aus jeder Ampel und braucht dafür viel Licht.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 4–7 Tage |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | Ranken ca. 30–60 cm |
Kurzporträt
Die Dreimasterblume wächst rasant und ist kaum kleinzukriegen.
Die Dreimasterblume, botanisch Tradescantia zebrina und auch als Zebrakraut bekannt, stammt aus den tropischen Regionen von Mexiko bis Kolumbien. Dort wächst sie kriechend über den Waldboden und an Flussufern. Ihre Triebe hängen im Topf 30 bis 60 Zentimeter über den Rand und legen dabei schnell nach.
Ihr auffälliges Silber-Violett ist kein Zufall: Die Farbstoffe sind lichtschützende Anthocyane, die sich bei hellem Stand kräftig ausbilden. Im Schatten verblasst die Zeichnung jedoch und die Blätter werden grün, was oft mit einem Nährstoffmangel verwechselt wird.
Das spricht dafür
Kaum eine Zimmerpflanze wächst so schnell und lässt sich so leicht vermehren, denn Stecklinge wurzeln oft schon in wenigen Tagen. Für kahle Regale und Ampeln füllt sie in einer Saison viel Raum.
Worauf zu achten ist
Ohne genug Licht und regelmäßigen Rückschnitt vergeilen die Triebe und verkahlen unten, Staunässe lässt die Stängel faulen. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Je heller die Dreimasterblume steht, desto kräftiger ihre Farben.
Sie braucht viel helles Licht, ein Platz direkt am hellen Fenster ist ideal. Etwas milde Morgensonne verstärkt die Zeichnung, pralle Sommer-Mittagssonne bleicht die Blätter dagegen aus. Steht sie zu dunkel, wird sie lang und kahl und verliert ihre Farbe. Dauerhaft unter etwa 12 Grad wird es ihr zu kalt, ideal sind 18 bis 24 Grad.
Gießen & Pflege
Die Dreimasterblume verzeiht kurze Trockenheit besser als nasse Füße.
Im Sommer bedeutet das etwa alle vier bis sieben Tage gießen, sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist, im Winter reichen alle zehn bis vierzehn Tage. Ganz austrocknen sollte der Ballen aber nicht, sonst vertrocknen die Blattspitzen. Normale Raumluft genügt ihr, höhere Luftfeuchte fördert den Wuchs, dauernd nasse Blätter begünstigen aber Blattflecken. Von April bis September düngst du etwa alle zwei Wochen schwach dosiert, im Winter nicht.
Fault sie doch einmal, rettet ein Steckling die ganze Pflanze.
Umtopfen & Erde
Statt alte, kahle Pflanzen umzutopfen, ziehst du sie einfach neu.
Umgetopft wird im Frühjahr, etwa alle zwei bis drei Jahre und nur in einen leicht größeren Topf. Mit den Jahren verkahlen die Triebe von unten. Dann lohnt sich statt des Umtopfens oft ein kompletter Neustart aus frischen Stecklingen.
Als Substrat passt durchlässige Zimmerpflanzenerde mit etwas Sand oder Perlit, leicht sauer bis neutral. Ein Abzugsloch ist Pflicht, denn Staunässe verträgt sie nicht. Ein flacher Topf oder eine Ampel passen gut zu ihrem hängenden Wuchs.
Häufige Probleme
Lange, kahle Triebe und blasse Farbe hat die Dreimasterblume von zu wenig Licht und fehlendem Rückschnitt, faulende Stängel von zu viel Wasser.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Lange, kahle Triebe und blasse Farbe | Zu wenig Licht und fehlender Rückschnitt | Heller stellen und regelmäßig um ein Drittel zurückschneiden |
| Faulende Stängel und welke Pflanze | Staunässe durch zu viel Wasser | Weniger gießen, Untersetzer leeren, bei Bedarf umtopfen |
| Braune, trockene Blattspitzen oder Spinnmilben | Zu trockene Luft und unregelmäßiges Gießen | Gleichmäßiger gießen und die Luftfeuchte erhöhen |
Vermehrung
Kopfstecklinge der Dreimasterblume wurzeln im Wasser oft in wenigen Tagen.
Schneide einen Kopfsteckling mit einigen Blättern ab und stell ihn ins Wasserglas. Schon nach wenigen Tagen zeigen sich Wurzeln, dann setzt du ihn in Erde. Das gelingt das ganze Jahr über, und mehrere Stecklinge in einem Topf ergeben schnell eine dichte Pflanze.
Genauso gut steckst du die Stecklinge direkt in feuchte Erde und sparst dir das Umsetzen. Die silbrige Streifung bleibt dabei erhalten, denn sie geht bei Stecklingen nicht verloren.
Giftigkeit
Die Dreimasterblume ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Ihr Zellsaft enthält reizende Calciumoxalat-Kristalle und kann auch die Haut reizen. Einen eigenen ASPCA-Eintrag hat Tradescantia zebrina nicht, doch die nah verwandte Tradescantia fluminensis ist dort als giftig gelistet. Die Dreimasterblume gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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