Steckbrief
Grünlilie
Chlorophytum comosum
Auch bekannt als: Graslilie, Beamtengras, Brautschleppe, Fliegender Holländer, Spider Plant, Airplane Plant, Ribbon Plant, Chlorophytum
Die Grünlilie ist pflegeleicht, ungiftig und zieht an langen Ausläufern gleich ihre eigenen Ableger heran.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Ca. wöchentlich |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 30–45 cm |
Kurzporträt
Die Grünlilie wächst schnell, bleibt robust und vermehrt sich fast von selbst.
Die Grünlilie, auch Graslilie oder Beamtengras genannt, stammt aus dem tropischen und südlichen Afrika. Sie bildet einen dichten Horst aus schmalen, bogig überhängenden und oft grün-weiß gestreiften Blättern. Unter der Erde speichert sie Wasser in fleischigen, knollenartigen Wurzeln, die kurze Trockenphasen abpuffern.
Ihr Markenzeichen sind die langen Ausläufer, an denen unscheinbare weiße Blüten und daraus fertige kleine Jungpflanzen entstehen, die sogenannten Kindel. Weil sich diese Ableger so leicht bewurzeln lassen, ist die Grünlilie eine der beliebtesten Pflanzen zum Verschenken und Weitergeben.
Das spricht dafür
Sie wächst im Halbschatten genauso wie an einem hellen Platz und ist für Katzen und Hunde ungiftig. Ihr Ruf als Luftfilter geht auf eine NASA-Studie zurück, im normalen Wohnraum ist der Effekt aber kaum messbar.
Worauf zu achten ist
Am häufigsten bekommt die Grünlilie braune Blattspitzen, meist durch Fluorid und Chlor im Leitungswasser oder durch zu viel Dünger. Staunässe verträgt sie schlecht, weil die fleischigen Speicherwurzeln dann faulen.
Standort & Licht
Die Grünlilie nimmt fast jeden Platz von hell bis halbschattig.
Ideal ist ein heller Platz ohne pralle Mittagssonne, etwa an einem Ost- oder Westfenster. Panaschierte Sorten brauchen mehr Licht, sonst verblasst die weiße Streifung. Im Halbschatten wächst sie langsamer, kommt aber gut zurecht. Am wohlsten sind ihr 15 bis 25 Grad. Dauerhaft unter etwa 10 Grad stellt sie das Wachstum ein.
Gießen & Pflege
Gieße die Grünlilie am besten mit weichem, kalkarmem Wasser.
Im Sommer bedeutet das etwa einmal pro Woche, sobald die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde angetrocknet sind, im Winter einmal alle zwei Wochen. Lass dabei nie Wasser im Untersetzer stehen, sonst faulen die Wurzeln. Kalk und Fluorid aus hartem Leitungswasser sammeln sich in den Blattspitzen, deshalb sind Regen-, gefiltertes oder abgestandenes Wasser besser. Auch sehr trockene Heizungsluft begünstigt braune Spitzen. Von Frühjahr bis Spätsommer düngst du alle zwei bis drei Wochen schwach, im Winter gar nicht.
Braune Spitzen sind Kosmetik, der Pflanze schaden sie nicht.
Umtopfen & Erde
Die Grünlilie mag es im Topf gern etwas eng.
Alle ein bis zwei Jahre sollte sie umgetopft werden, am besten im Frühjahr. Ein sicheres Zeichen ist, wenn dicke Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen oder die Erde nach oben drücken.
Als Substrat genügt durchlässige, humose Grünpflanzenerde mit etwas Perlite. Ein Abzugsloch ist Pflicht, damit kein Wasser stehen bleibt. Der neue Topf sollte nur eine Nummer größer sein. Als Ampelpflanze macht sie sich in einem hängenden Gefäß besonders gut, weil die Ausläufer frei herabhängen können.
Häufige Probleme
Braune Blattspitzen bekommt die Grünlilie fast immer von Fluorid und Chlor im Leitungswasser oder zu viel Dünger, gelbe und schlaffe Blätter von Staunässe.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Braune Blattspitzen | Fluorid und Chlor im Leitungswasser, zu viel Dünger oder trockene Luft | Weiches oder abgestandenes Wasser geben, weniger düngen, Spitzen schräg abschneiden |
| Gelbe, schlaffe Blätter | Staunässe und Überwässerung mit Wurzelfäule | Weniger gießen, durchlässig topfen, Überschusswasser entfernen |
| Keine Ausläufer und Kindel | Pflanze zu jung, Topf zu groß oder zu wenig Licht | Etwas enger topfen, heller stellen, Geduld haben |
Vermehrung
Am einfachsten bewurzelst du die fertigen Kindel von den Ausläufern.
Schneide einen Kindel vom Ausläufer, sobald er ein paar kleine Wurzelansätze zeigt, und setze ihn in feuchte Erde oder erst ins Wasserglas. Du kannst ihn auch antopfen, solange er noch an der Mutterpflanze hängt, dann wächst er besonders sicher an.
Alternativ teilst du beim Umtopfen den ganzen Horst in mehrere Stücke, jedes mit eigenen Wurzeln. Das verjüngt ältere, dicht gewordene Pflanzen, dauert aber länger bis zum vollen Schopf.
Giftigkeit
Die Grünlilie ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Die ASPCA führt Chlorophytum comosum mit eigenem Eintrag als ungiftig für Katzen und Hunde. Für Haushalte mit Tieren ist das ein klarer Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar. Erde und Pflanzenteile gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
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