Steckbrief
Efeutute
Epipremnum aureum
Auch bekannt als: Pothos, Teufelsefeu, Goldene Efeutute, Scindapsus aureus
Die Efeutute rankt schnell aus jedem Regal, kommt mit wenig Licht zurecht und bleibt dabei pflegeleicht.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Dunkel bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | Ranken ca. 100–300 cm |
Kurzporträt
Die Efeutute ist eine schnelle, genügsame Rankpflanze für fast jeden Platz.
Ursprünglich stammt die Efeutute von der Insel Mo'orea in Französisch-Polynesien, wo sie als Regenwaldliane wächst. Man kennt sie auch als Pothos oder Teufelsefeu. Im Zimmer bildet sie herzförmige Blätter an langen Trieben mit Luftwurzeln und rankt damit aus dem Topf herab oder klettert an einer Kletterhilfe wie zum Beispiel einem Moosstab nach oben.
Ob sie klettern darf, verändert ihr Aussehen deutlich. Frei hängend bleiben die Blätter klein. An einer Kletterhilfe werden sie mit den Jahren um ein Vielfaches größer, und sehr alte Exemplare bekommen sogar geschlitzte Blätter.
Das spricht dafür
Sie verzeiht Pflegefehler, wächst auch an schattigen Plätzen weiter und lässt sich als Ampel oder am Kletterstab ziehen. Ein Trieb bewurzelt sogar dauerhaft im Wasserglas.
Worauf zu achten ist
Zu viel Wasser ist ihr größtes Risiko, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Steht sie zu dunkel, verblasst die Zeichnung und die Triebe werden lang und kahl. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Die Efeutute mag helles, indirektes Licht, verträgt aber auch Schatten.
Am wohlsten fühlt sie sich an einem hellen Platz ohne pralle Sonne, denn direkte Mittagssonne verbrennt die Blätter. Eine halbschattige oder dunkle Ecke nimmt sie ebenfalls an, wächst dort aber langsamer. Ideal sind 18 bis 24 Grad, dauerhaft unter 15 Grad wird es ihr zu kühl.
Gießen & Pflege
Lass die oberen Zentimeter der Erde antrocknen, bevor du wieder gießt.
Im Sommer heißt das etwa einmal pro Woche, im Winter alle zwei Wochen. Überschüssiges Wasser aus dem Übertopf kippst du nach kurzer Zeit weg, sonst steht der Ballen zu nass. Sie kommt zwar mit normaler Raumluft aus, etwas höhere Luftfeuchte um 40 bis 70 Prozent mag sie jedoch lieber. Von Frühjahr bis Herbst düngst du alle zwei bis vier Wochen, im Winter kaum.
Schlaffe Blätter meinen Durst, gelbe meist zu viel Wasser.
Umtopfen & Erde
Umgetopft wird die Efeutute nur alle ein bis zwei Jahre.
Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Höchste Zeit ist es, wenn der Topf komplett durchwurzelt ist oder erste Wurzeln aus dem Abzugsloch schauen.
Als Substrat passt lockere, durchlässige Grünpflanzen- oder Palmenerde mit etwas Perlit. Ein Abzugsloch ist Pflicht, damit kein Wasser im Topf steht. Der neue Topf braucht nur zwei bis fünf Zentimeter mehr Durchmesser. Alternativ lässt sie sich auch dauerhaft in reiner Wasserkultur halten.
Häufige Probleme
Viele gelbe Blätter kommen bei der Efeutute meist von Staunässe, braune und trockene Blattspitzen von zu trockener Luft oder kalkhaltigem Wasser.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Viele gelbe Blätter | Zu viel Wasser, oft Staunässe | Wurzeln prüfen, faule entfernen, Gießrhythmus zurückfahren |
| Braune, trockene Blattspitzen und Ränder | Zu trockene Luft oder kalkhaltiges Wasser | Weiches Wasser geben und die Luftfeuchte erhöhen |
| Lange kahle Triebe, blasse Zeichnung | Zu wenig Licht | Heller und indirekt stellen, Triebe zurückschneiden |
Vermehrung
Ein Trieb unter dem Blattknoten geschnitten wurzelt im Wasserglas.
Schneide einen Trieb knapp unterhalb eines Blattknotens ab und stell ihn ins Wasserglas. Nach etwa zwei Wochen bis zwei Monaten bilden sich Wurzeln, dann setzt du den Steckling in Erde. Das klappt das ganze Jahr über, und ein Rückschnitt lässt die Mutterpflanze buschiger nachtreiben.
Oder du pflanzt den Steckling direkt in die feuchte Erde. Die Wurzelbildung siehst du dann zwar nicht, dafür sparst du dir das spätere Umsetzen.
Giftigkeit
Die Efeutute ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Alle Pflanzenteile enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. In der ASPCA-Giftpflanzen-Datenbank ist sie unter dem Namen Golden Pothos als giftig gelistet. Sie gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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