Steckbrief
Glücksfeder
Zamioculcas zamiifolia
Auch bekannt als: ZZ-Pflanze, Zamie, Zanzibar Gem, Kartoffelpalme, Caladium zamiifolium
Die Glücksfeder übersteht dunkle Räume und wochenlange Gießpausen, ohne mit der Wimper zu zucken.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Dunkel bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 2–3 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 45–90 cm |
Kurzporträt
Die Glücksfeder übersteht lange Trockenphasen aufgrund ihres kartoffelartigen Rhizoms.
Die Glücksfeder, im Handel oft ZZ-Pflanze oder nach ihrem botanischen Namen Zamioculcas genannt, stammt aus den saisonal trockenen Graslandschaften Ostafrikas. Aus einem fleischigen Rhizom treibt sie aufrechte, glänzende Fiederwedel, wächst dabei aber sehr langsam und bleibt im Topf meist zwischen 45 und 90 Zentimetern.
Genau dieses Rhizom macht sie so zäh. Wie eine kleine Kartoffel bevorratet es Wasser, weshalb die Pflanze lange Durststrecken übersteht. Gerät sie in extremen Trockenstress, wirft sie einzelne Fiederblättchen ab, doch die Blattbasis bleibt und treibt später wieder aus.
Das spricht dafür
Sie begnügt sich mit sehr wenig Licht, verzeiht vergessenes Gießen und stört sich nicht an trockener Heizungsluft. Auch mit wenig Dünger bleibt sie zufrieden.
Worauf zu achten ist
Staunässe ist ihr einziges echtes Risiko, denn nasses Substrat lässt das Rhizom faulen. Direkte Sonne verträgt sie nicht, sie verbrennt die Blätter. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Die Glücksfeder gedeiht von dunkel bis hell, aber nicht in praller Sonne.
Am liebsten steht sie hell und ohne direkte Sonne, kommt aber auch mit schattigen Ecken zurecht. Sie wächst dort allerdings langsamer und kann mit der Zeit lange, dünne Triebe bilden. Direkte Mittagssonne dagegen verursacht helle Brandflecken auf den Blättern. Ideal sind 18 bis 25 °C, dauerhaft unter etwa 15 °C sollte sie nicht stehen.
Gießen & Pflege
Erst gießen, wenn das Substrat ganz durchgetrocknet ist.
Im Sommer heißt das etwa alle zwei bis drei Wochen, im Winter reicht ungefähr einmal im Monat. Gieße dann durchdringend und schütte überschüssiges Wasser aus dem Übertopf weg, sonst steht das Rhizom zu nass. Sprühen braucht sie nicht, mit trockener Raumluft kommt sie gut aus. Dünger gibst du nur zwei- bis dreimal in der Wachstumszeit und schwach dosiert, denn sie ist salzempfindlich.
Die Glücksfeder stirbt eher am Zuviel als am Zuwenig.
Umtopfen & Erde
Umgetopft wird die Glücksfeder erst alle zwei bis drei Jahre.
Wenn Wurzeln oder Rhizome aus den Abzugslöchern schauen, ist es so weit. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr.
Als Substrat passt ein gut durchlässiger Mix aus Zimmerpflanzenerde mit Perlit oder Sand, alternativ Kakteenerde. Ein Topf mit Abzugsloch ist Pflicht, damit kein Wasser stehen bleibt. Der neue Topf braucht nur zwei bis drei Zentimeter mehr Durchmesser.
Häufige Probleme
Zu viel Wasser lässt bei der Glücksfeder zuerst die Blätter gelb und die Stängel weich werden, zu wenig Licht dagegen lange, kahle Triebe entstehen.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Gelbe Blätter, weiche Stängel, fauliges Rhizom | Überwässerung und nasses Substrat | Substrat abtrocknen lassen, faule Rhizome entfernen, durchlässig eintopfen |
| Ausgebleichte, gerollte Blätter mit braunen Flecken | direkte Sonne, Blattverbrennung | heller, aber indirekter Standort |
| Lange kahle Triebe oder Blattabwurf | zu wenig Licht oder extreme Trockenheit | heller stellen und maßvoll gießen |
Vermehrung
Teile das Rhizom der Glücksfeder beim Umtopfen in Stücke.
Nimm die Pflanze im Frühjahr aus dem Topf und trenne das Rhizom in Stücke, von denen jedes mindestens einen Trieb trägt. Eingetopft wachsen die Teilstücke sofort als eigenständige Pflanzen weiter. Das ist die zuverlässigste Methode.
Auch einzelne Fiederblättchen bewurzeln, wenn du sie in Substrat steckst. Bis sich daraus ein neues Rhizom bildet, vergehen allerdings mehrere Monate bis zu einem Jahr, hier ist also viel Geduld gefragt.
Giftigkeit
Die Glücksfeder ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Alle Pflanzenteile enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, typisch für die Aronstabgewächse, zu denen sie gehört. Einen eigenen Arteintrag hat die Glücksfeder bei der ASPCA nicht, die Einstufung als giftig stützt sich auf Pflanzenfamilie und Wirkstoff. Sie gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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