Bogenhanf (Dracaena trifasciata) Bogenhanf (Dracaena trifasciata) – Bild 2 Bogenhanf (Dracaena trifasciata) – Bild 3

Steckbrief

Bogenhanf

Dracaena trifasciata

Auch bekannt als: Sansevieria, Sansevieria trifasciata, Schwiegermutterzunge, Mother-in-Law's Tongue, Beamtenspargel

Der Bogenhanf wächst von der dunklen Ecke bis zum sonnigen Südfenster und verzeiht wochenlang vergessenes Gießen.

Auf einen Blick

Giftig
StandortDunkel bis sonnig
GießenAlle 2–4 Wochen
PflegePflegeleicht
Größeca. 40–100 cm

Kurzporträt

Der Bogenhanf verzeiht fast jeden Pflegefehler.

Der Bogenhanf, botanisch seit 2017 Dracaena trifasciata und vielen noch als Sansevieria vertraut, speichert als Sukkulente aus dem trockenen Afrika Wasser in seinen schwertförmigen Blättern. Sein Wuchs ist mit wenigen neuen Blättern pro Jahr eher langsam, und er bleibt meist zwischen 40 und 100 Zentimeter.

Seinen Ruf als Schlafzimmerpflanze verdankt er seiner CAM-Photosynthese, bei der sich die sogenannten Spaltöffnungen in den Blättern erst nachts öffnen, um Wasser zu sparen. Die Aussage, er gebe nachts Sauerstoff ab, ist stark vereinfacht und im Wohnraum kaum messbar.

Das spricht dafür

Er kommt mit fast jedem Lichtstandort zurecht, übersteht wochenlange Gießpausen und stört sich nicht an trockener Heizungsluft.

Worauf zu achten ist

Die größte Gefahr ist zu viel Fürsorge, denn Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.

Standort & Licht

Der Bogenhanf gedeiht von dunkel bis vollsonnig praktisch überall.

Mehr Licht bedeutet schnelleres Wachstum und eine kräftigere Zeichnung, buntlaubige Sorten brauchen davon reichlich. Im tiefen Schatten wächst er nur langsam, überlebt aber problemlos. Ein paar Stunden direkte Sonne verträgt er, an pralle Mittagssonne sollte er langsam gewöhnt werden. Dauerhaft unter etwa 10 °C wird es ihm zu kalt, am wohlsten fühlt er sich bei 18 bis 24 °C.

Gießen & Pflege

Gieße den Bogenhanf erst, wenn die Erde vollständig durchgetrocknet ist.

Im Sommer heißt das etwa alle zwei bis vier Wochen, im Winter reicht alle sechs bis acht Wochen. Gieße durchdringend seitlich auf die Erde, nie in die Blattrosette, und schütte überschüssiges Wasser nach wenigen Minuten weg. Trockene Heizungsluft macht ihm nichts aus, Besprühen ist überflüssig. Von April bis September genügt halb dosierter Kakteendünger alle vier bis acht Wochen, im Winter düngst du nicht.

Lieber einmal zu wenig gießen als einmal zu viel.

Umtopfen & Erde

Der Bogenhanf braucht nur alle drei bis vier Jahre einen neuen Topf.

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das Frühjahr im März oder April. Wenn die Wurzeln den Topf sprengen oder das Rhizom oben aus der Erde drückt, solltest du dem Bogenhanf ein neues Zuhause geben.

Als Substrat eignet sich durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde, alternativ auch Blumenerde mit Sand oder Perlit. Der neue Topf sollte nur zwei bis drei Zentimeter größer sein. Nimm ein flaches, schweres Gefäß, denn als Flachwurzler mit kräftigem Rhizom kippt er in leichten Töpfen oftmals um.

Häufige Probleme

Weiche, matschige Blätter am Grund bedeuten beim Bogenhanf fast immer Staunässe, seitlich wegkippende Blätter oft einen zu kleinen Topf.

Häufige Probleme beim Bogenhanf: Symptom, Ursache und Lösung
Symptom Woran es liegt Was hilft
Weiche, matschige Blätter und Fäulnis am Grund Staunässe durch Überwässerung seltener gießen, faule Wurzeln und Rhizomteile entfernen, frisches durchlässiges Substrat
Blätter kippen seitlich weg Topf zu klein, zu viele Ausläufer oder Überwässerung größeren standfesten Topf wählen, Ableger teilen
Braune Blattspitzen oder Flecken Überdüngung oder kalter, zugiger Standort weniger düngen, wärmer und zugluftfrei stellen

Vermehrung

Am einfachsten vermehrst du den Bogenhanf durch Teilung.

Trenne beim Umtopfen die Tochterpflanzen ab, sobald sie zehn bis fünfzehn Zentimeter groß sind, jede mit eigenen Wurzeln. Das geht schnell und erhält die Blattzeichnung vollständig.

Alternativ funktionieren Blattstecklinge aus fünf bis zehn Zentimeter langen Stücken, die du in ursprünglicher Wuchsrichtung antrocknen lässt und einsetzt. Bis sie bewurzeln, vergehen Wochen bis Monate, und buntlaubige Sorten verlieren dabei ihren gelben Rand.

Giftigkeit

Der Bogenhanf ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.

Alle Pflanzenteile enthalten Saponine, vor allem Blätter und Rhizom. Unter dem Synonym Sansevieria trifasciata führt die ASPCA die Art mit eigenem Eintrag als giftig, sie gehört daher außer Reichweite von Tieren und Kindern.

Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.

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Zuletzt aktualisiert: 20.07.2026