Drachenbaum (Dracaena marginata) Drachenbaum (Dracaena marginata) – Bild 2

Steckbrief

Drachenbaum

Dracaena marginata

Auch bekannt als: Madagaskar-Drachenbaum, gerandeter Drachenbaum, Dragon Tree, Dracaena reflexa var. angustifolia

Der Drachenbaum bringt palmenartige Höhe auf kleine Grundfläche und bleibt dabei robust und pflegeleicht.

Auf einen Blick

Giftig
StandortHalbschatten bis hell
GießenAlle 1–2 Wochen
PflegePflegeleicht
Größeca. 80–200 cm

Kurzporträt

Der Drachenbaum passt als schlanke Scheinpalme in schmale Ecken.

Der Drachenbaum stammt aus Madagaskar und wird deshalb oft als Madagaskar-Drachenbaum gehandelt. Im Topf wächst er langsam bis mäßig zu einem schlanken Stämmchen zwischen 80 und 200 Zentimetern heran. Die unteren Blätter wirft er mit den Jahren ab, und ihre rautenförmigen Narben geben ihm das Aussehen einer kleinen Palme.

Botanisch ist er allerdings keine Palme, sondern ein Spargelgewächs. Seinen Ruf als Luftreiniger verdankt er der NASA-Clean-Air-Studie, in der Dracaenen unter Laborbedingungen Schadstoffe wie Formaldehyd filterten. Im Wohnraum ist dieser Effekt allerdings kaum spürbar und höchstens ein netter Nebeneffekt.

Das spricht dafür

Er verträgt schwächeres Licht als die meisten anderen Dracaenen und übersteht auch mal eine vergessene Wassergabe. Sein langsamer Wuchs hält den Pflegeaufwand über Jahre klein.

Worauf zu achten ist

Auf Fluorid und Salze im Leitungswasser reagiert er empfindlich, sie färben seine Blattspitzen braun. Dauerhafte Staunässe oder Kälte unter 15 °C quittiert er mit weichem Stamm oder Blattfall. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.

Standort & Licht

Der Drachenbaum wächst am besten an einem hellen Standort ohne pralle Mittagssonne.

Am wohlsten fühlt er sich an einem hellen Platz mit indirektem Licht. Er verträgt zwar etwas direkte Sonne, pralle Mittagssonne kann jedoch die Blätter braun färben. Steht er zu dunkel, werden die Blätter schmaler, der Stamm dünner und die Färbung blasser. Ideal sind 20 bis 25 °C, dauerhaft unter 15 °C wirft er Blätter ab.

Gießen & Pflege

Gieße den Drachenbaum erst nach dem Antrocknen.

Das bedeutet im Sommer etwa alle ein bis zwei Wochen, sobald die oberen zwei bis drei Zentimeter Erde angetrocknet sind, im Winter reicht alle drei bis vier Wochen. Nimm kalkarmes oder gefiltertes Wasser, denn Fluorid und Salze aus der Leitung vertragen seine Blätter schlecht. Überschüssiges Wasser im Übertopf kippst du weg, sonst faulen Wurzeln und Stamm. Normale Raumluft genügt ihm, etwas höhere Luftfeuchte mag er lieber. Von April bis September düngst du alle drei bis vier Wochen, im Winter gar nicht.

Im Zweifel lieber einen Tag später gießen.

Umtopfen & Erde

Ein neuer Topf ist beim Drachenbaum alle zwei bis drei Jahre fällig.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, junge Pflanzen topfst du bei Bedarf jährlich um. Zeit wird es, wenn der Ballen vollständig durchwurzelt ist. Wer das Höhenwachstum bremsen will, setzt ihn einfach mit frischer Erde in den alten Topf zurück.

Als Substrat passt lockere, durchlässige Grünpflanzen- oder Palmenerde mit einem pH-Wert um 5,5 bis 6,5, gern mit etwas Ton- oder Bimsgranulat. Auch Kakteenerde funktioniert. Der neue Topf sollte nur mäßig größer sein, denn zu viel frisches Substrat hält die Feuchtigkeit zu lange. Abzugsloch und Drainageschicht sind Pflicht.

Häufige Probleme

Beim Drachenbaum bräunen die Blattspitzen vor allem durch Fluorid und Salze im Leitungswasser, abfallende untere Blätter gehören dagegen oft einfach zum Altern.

Häufige Probleme beim Drachenbaum: Symptom, Ursache und Lösung
Symptom Woran es liegt Was hilft
Braune Blattspitzen Fluorid und Salze im Leitungswasser oder trockene Luft kalkarmes oder gefiltertes Wasser geben, Luftfeuchte erhöhen
Untere Blätter fallen ab natürliches Altern oder zu kalt und zu nass Alterung ist normal, sonst wärmer stellen und Gießen prüfen
Weicher Stamm, faule Wurzeln Überwässerung und Staunässe weniger gießen, Drainage verbessern, gesunde Triebe als Steckling retten

Vermehrung

Ein geköpfter Drachenbaum liefert Steckling und neuen Austrieb zugleich.

Schneide im Frühjahr einen etwa 30 Zentimeter langen Kopf- oder Stammsteckling und stelle ihn in Wasser oder feuchtes Torf-Sand-Gemisch. Bei mindestens 22 °C bilden sich in vier bis sechs Wochen Wurzeln. Die geköpfte Mutterpflanze treibt an der Schnittstelle neu aus.

Auch Kindel und Ableger lassen sich abtrennen und einzeln eintopfen. Eine Aussaat ist ebenfalls möglich, dauert aber deutlich länger und lohnt sich im Zimmer kaum.

Giftigkeit

Der Drachenbaum ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.

Aufgrund seiner Saponine führt die ASPCA die Dracaena marginata unter dem Namen Madagascar Dragon Tree mit eigenem Arteintrag als giftig für Katzen und Hunde, er gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.

Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.

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Zuletzt aktualisiert: 20.07.2026