Steckbrief
Gummibaum
Ficus elastica
Auch bekannt als: Indischer Gummibaum, Rubber Plant, Rubber Tree, Robusta, Tineke
Der Gummibaum wird mit ledrigen Blättern zum stattlichen Zimmerbaum und bleibt dabei angenehm pflegeleicht.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 100–250 cm |
Kurzporträt
Neue Blätter des Gummibaums entrollen sich aus einer roten Hülle.
Der Gummibaum, im Handel auch als Ficus elastica oder Rubber Plant geführt, stammt aus den tropischen Regenwäldern zwischen Nordost-Indien und Java. An einem hellen Standort wächst er zügig und aufrecht auf 100 bis 250 Zentimeter, per Rückschnitt hältst du ihn buschiger und niedriger.
Sein deutscher Name stammt vom weißen Milchsaft in allen Pflanzenteilen, den man früher zu Gummi verarbeitete. Jedes neue Blatt schiebt sich aus einer rötlichen Hülle heraus und rollt sich langsam auf. Der Milchsaft reizt Haut und Schleimhäute, deshalb trägst du beim Schneiden besser Handschuhe.
Das spricht dafür
Er verzeiht Trockenheit besser als zu viel Wasser und begnügt sich mit normaler Raumluft. Seine großen, ledrigen Blätter lassen sich leicht staubfrei wischen.
Worauf zu achten ist
Kalte Zugluft und häufige Standortwechsel quittiert er schnell mit Blattfall. Staunässe verträgt er nicht, sie lässt die Wurzeln faulen. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Der Gummibaum steht gern hell, aber ohne pralle Mittagssonne.
Ideal ist ein Platz mit viel indirektem Licht. Etwas Halbschatten verträgt er ebenfalls, direkte Mittagssonne kann jedoch die Blätter verbrennen. Auf einen zu dunklen Standort reagiert er mit vergilbten und abfallenden Blättern. Bunte Sorten wie Tineke brauchen für ihre Zeichnung mehr Licht als die grünen. Ideal sind rund 18 bis 25 °C, dauerhaft unter etwa 15 °C wird es ihm zu kalt.
Gießen & Pflege
Gieße den Gummibaum erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist.
Im Sommer bedeutet das etwa alle ein bis zwei Wochen, im Winter reicht alle zwei bis drei Wochen. Überschüssiges Wasser im Untersetzer kippst du weg, denn er verträgt Trockenheit besser als Nässe. Normale Raumluft genügt ihm, nur sehr trockene Heizungsluft kann braune Blattspitzen verursachen. Wisch die großen Blätter ab und zu feucht ab, das hält sie staubfrei. Von Frühjahr bis Spätsommer gibst du alle zwei bis vier Wochen Grünpflanzendünger, im Winter keinen.
Trockene Wochen steckt er weg, zu viel Nässe eher nicht.
Umtopfen & Erde
Junge Gummibäume sollten alle zwei Jahre umgetopft werden.
Bei älteren Pflanzen reichen auch alle drei bis vier Jahre aus, denn bei leicht beengten Wurzeln wächst er sogar besser. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr. Zeit wird es, wenn der Ballen komplett durchwurzelt ist und Wurzeln aus dem Abzugsloch schauen.
Verwende als Substrat durchlässige Grünpflanzenerde, bei Bedarf mit etwas Sand oder Perlit gemischt, über einer Drainageschicht. Der neue Topf sollte etwa ein Drittel größer sein und ein Abzugsloch haben, um den Abfluss von überschüssigem Wasser sicherzustellen.
Häufige Probleme
Wirft der Gummibaum Blätter ab, stecken meist Staunässe, kalte Zugluft oder ein Standortwechsel dahinter, gelbe Blätter dagegen zu viel Wasser.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Blattfall an mehreren oder unteren Blättern | Staunässe oder kalte Zugluft und Standortwechsel | mäßig gießen, einen ruhigen warmen Platz wählen |
| Braune Blattspitzen und Ränder | zu trockene Luft oder zu viel Dünger | Luftfeuchte erhöhen, weniger düngen |
| Gelbe Blätter | zu viel Wasser oder zu wenig Nährstoffe und Licht | Gießen anpassen, heller stellen, moderat düngen |
Vermehrung
Ein Kopfsteckling bewurzelt in wenigen Wochen in Wasser.
Schneide einen Kopfsteckling ab und lass den austretenden Milchsaft an der Schnittstelle antrocknen, am besten mit Handschuhen. Anschließend bewurzelt er in Wasser oder direkt in Substrat, das dauert etwa drei bis sechs Wochen.
Bei größeren Trieben gelingt auch das Abmoosen, das dauert allerdings mehrere Wochen. Bunte Sorten bewurzeln und wachsen generell langsamer als die grünen.
Giftigkeit
Der Gummibaum ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Als giftig gilt der weiße Milchsaft mit dem Enzym Ficin und dem Wirkstoff Psoralen, der Haut und Schleimhäute reizt. Einen eigenen Arteintrag hat der Gummibaum bei der ASPCA nicht, die Einstufung als giftig gilt aber für die ganze Gattung Ficus. Er gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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