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Steckbrief

Geigenfeige

Ficus lyrata

Auch bekannt als: Leierfeige, Geigengummibaum, Geigenkastenbaum, Bambino

Die Geigenfeige setzt mit geigenförmigen Riesenblättern ein Zeichen, verlangt dafür aber einen festen, hellen Standort.

Auf einen Blick

Giftig
StandortHell
GießenAlle 1–2 Wochen
PflegeAnspruchsvoll
Größeca. 150–300 cm

Kurzporträt

Die Geigenfeige ist schön, reagiert aber empfindlich auf Veränderung.

Die Geigenfeige, auch Leierfeige genannt, stammt aus den Regenwäldern Westafrikas und wächst im Zimmer aufrecht und baumartig auf 150 bis 300 Zentimeter heran. Ihr Markenzeichen sind die großen, ledrigen Blätter, die bis zu 45 Zentimeter lang werden und an eine Geige erinnern.

Anspruchsvoll ist sie vor allem, weil sie Veränderung schlecht verträgt. Jeder Standortwechsel, Zugluft oder ein Temperatursprung kann sie Blätter kosten. Wer ihr einen festen Platz gibt und ihn beibehält, hat die halbe Miete schon gezahlt.

Das spricht dafür

Als große Solitärpflanze füllt sie einen Raum wie kaum eine andere und wächst bei gutem Licht mit 30 bis 60 Zentimetern im Jahr zügig in die Höhe. Ihre großen Blätter filtern nebenbei die Raumluft.

Worauf zu achten ist

Ihre Empfindlichkeit gegen Zugluft und Standortwechsel macht sie zur Fortgeschrittenen-Pflanze, jeder Umzug quittiert sie mit Blattfall. Staunässe ist ihre häufigste Todesursache, denn sie lässt die Wurzeln faulen. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.

Standort & Licht

Hell, aber ohne pralle Mittagssonne, mag es die Geigenfeige.

Am besten steht sie an einem hellen Platz, geschützt vor der direkten Mittagssonne, die auf den großen Blättern Brandflecken hinterlässt. Je heller sie steht, desto kompakter und kräftiger wächst sie. Entscheidend ist ein fester Standort ohne Zugluft, jeder Umzug kostet sie Blätter. Ideal sind 20 bis 24 °C, dauerhaft unter 15 bis 18 °C wird es ihr zu kalt.

Einen guten Platz suchen und sie danach in Ruhe lassen.

Gießen & Pflege

Gieße erst, wenn die oberen Zentimeter der Erde angetrocknet sind.

Das bedeutet im Sommer meist alle ein bis zwei Wochen, im Winter etwas seltener. Ganz durchtrocknen sollte der Ballen aber nie, und überschüssiges Wasser im Übertopf kippst du weg, sonst faulen die Wurzeln. Mittlere bis höhere Luftfeuchte tut ihr gut, Besprühen ist nicht zwingend nötig. Wisch die großen Blätter regelmäßig staubfrei, damit sie Licht aufnehmen können. Von April bis September düngst du alle zwei bis vier Wochen, im Winter und im ersten Jahr nach dem Kauf nicht.

Umtopfen & Erde

Alle zwei bis drei Jahre zieht die Geigenfeige in einen neuen Topf.

Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr, sobald die Wurzeln das Substrat vollständig durchzogen haben. Weil sie das Umtopfen als Stress empfindet, störst du sie besser nicht öfter als nötig, und die ersten Monate danach düngst du nicht.

Als Substrat passt humusreiche, gut durchlässige Erde, etwa Grünpflanzenerde mit etwas Sand oder Perlit. Der neue Topf sollte nur wenig größer sein als der alte und Abzugslöcher haben. Eine Drainageschicht am Boden hält das Wasser vom Ballen fern.

Häufige Probleme

Braune Flecken auf den Blättern entstehen bei der Geigenfeige meist durch Staunässe und Wurzelfäule, Blattabwurf durch Standortwechsel, Zugluft oder Temperaturschwankungen.

Häufige Probleme bei der Geigenfeige: Symptom, Ursache und Lösung
Symptom Woran es liegt Was hilft
Blattabwurf Standortwechsel, Zugluft oder Temperaturschwankungen fester, ruhiger Standort mit konstanten Bedingungen
Braune Flecken oder Blätter Überwässerung, Staunässe, Wurzelfäule weniger gießen, Drainage prüfen, notfalls umtopfen
Verbrannte, helle Blattstellen direkte Mittagssonne hell stellen, aber vor praller Sonne schützen

Vermehrung

Über Abmoosen gelingt die Vermehrung zuverlässiger als über Stecklinge.

Am zuverlässigsten, gerade bei größeren Trieben, ist das Abmoosen direkt an der Pflanze. Es dauert einige Wochen länger, führt aber deutlich häufiger zu einer bewurzelten Jungpflanze, die du dann abtrennst.

Schneller, aber unsicherer ist ein Kopfsteckling im Frühjahr. Verkleinere die Blattfläche, damit er weniger verdunstet, und trag Handschuhe, denn der milchige Saft reizt die Haut. Die Erfolgsquote bleibt hier nur mäßig.

Giftigkeit

Die Geigenfeige ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.

Alle Pflanzenteile führen einen milchigen Latexsaft mit dem Enzym Ficin und dem Wirkstoff Psoralen, der Haut und Schleimhäute reizt. Einen eigenen Arteintrag hat die Geigenfeige bei der ASPCA nicht, die Einstufung als giftig gilt aber für die ganze Gattung Ficus. Sie gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.

Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.

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Zuletzt aktualisiert: 17.07.2026