Steckbrief
Kentia-Palme
Howea forsteriana
Auch bekannt als: Kentiapalme, Howea, Kentia forsteriana, Paradise Palm, Sentry Palm, Thatch Palm
Die Kentia-Palme wächst als elegante Zimmerpalme, kommt mit wenig Licht aus und ist ungiftig.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Wöchentlich |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 100–250 cm |
Kurzporträt
Die Kentia-Palme wächst langsam, wird sehr alt und bleibt erstaunlich genügsam.
Die Kentia-Palme, botanisch Howea forsteriana, stammt einzig von der winzigen Lord-Howe-Insel vor Australien und wächst sonst nirgends wild. Im Handel stehen meist mehrere Sämlinge zusammen in einem Topf, was ihr das buschige, mehrstämmige Aussehen gibt. Über die Jahre wird sie ein bis zweieinhalb Meter hoch.
Sie wächst ausgesprochen langsam und schiebt nur wenige neue Wedel im Jahr. Dafür wird sie sehr alt und begleitet dich bei guter Pflege über Jahrzehnte. Schon im viktorianischen England war sie als Zimmerpalme beliebt, weil sie mit wenig Licht und trockener Zimmerluft zurechtkam.
Das spricht dafür
Sie verträgt trockene Heizungsluft und kühlere Räume und ist für Katzen und Hunde ungiftig. Als stattliche Zimmerpalme füllt sie große Stellen, an denen kleinere Pflanzen verloren wirken.
Worauf zu achten ist
Ihr größtes Risiko ist Staunässe, denn die empfindlichen Wurzeln faulen bei zu viel Wasser leicht. Trockene Heizungsluft führt außerdem schnell zu braunen Wedelspitzen und lockt Spinnmilben an.
Standort & Licht
Auch dunklere Ecken nimmt die Kentia-Palme klaglos an.
Am besten steht sie jedoch an einem hellen Platz mit indirektem Licht, etwas Abstand zum Südfenster. Direkte Mittagssonne verbrennt vor allem junge Wedel, mehr als etwa drei Sonnenstunden sollten es nicht sein. Dunklere Ecken nimmt sie an, treibt dort aber kaum neue Wedel. Ideal sind 18 bis 24 Grad, dauerhaft unter etwa 12 Grad wird es ihr zu kalt.
Gießen & Pflege
Die Kentia-Palme darf weder austrocknen noch im Wasser stehen.
Im Sommer solltest du wöchentlich gießen, sobald die oberste Schicht angetrocknet ist, im Winter reicht alle zehn bis vierzehn Tage. Gieße mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser und kippe den Überschuss aus dem Übertopf weg, denn im Wasser stehende Wurzeln faulen. Trockene Raumluft erträgt sie, über etwas höhere Luftfeuchte oder gelegentliches Besprühen freut sie sich aber, gerade im Winter. Von April bis September düngst du schwach dosiert mit Palmendünger, im Winter überhaupt nicht.
Bei der Kentia-Palme belohnt Geduld mehr als häufiges Eingreifen.
Umtopfen & Erde
Die Kentia-Palme muss nur alle paar Jahre umgetopft werden.
Alle zwei bis vier Jahre reicht meist, am besten im Frühjahr. Zeit wird es, wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen oder aus den Abzugslöchern wachsen. Weil ihre Wurzeln empfindlich sind, solltest du sie nicht öfter als nötig stören.
Als Substrat passt durchlässige Palmen- oder Blumenerde, gern mit etwas Sand. Ein Abzugsloch und eine Drainageschicht verhindern Staunässe. Für große Exemplare nimmst du einen hohen, schweren Topf, sonst kippt die kopflastige Palme leicht um.
Häufige Probleme
Braune Wedelspitzen bekommt die Kentia-Palme meist von trockener Luft, Zugluft oder Kälte, gelbe und schlaffe Wedel von Staunässe.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Braune Blattspitzen und Wedelränder | Trockene Luft, Zugluft oder Kälte | Luftfeuchte erhöhen, kalkarm besprühen, Zugluft meiden |
| Gelbe, schlaffe Wedel | Staunässe durch Überwässerung mit Wurzelfäule | Weniger gießen, Drainage sichern, Überschusswasser entfernen |
| Spinnmilben, Woll- oder Schildläuse | Trockene Heizungsluft | Abduschen oder abwischen, Luftfeuchte erhöhen, notfalls behandeln |
Giftigkeit
Die Kentia-Palme ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Die ASPCA führt Howea forsteriana mit eigenem Eintrag als ungiftig für Katzen und Hunde, ein giftiger Wirkstoff ist nicht bekannt. Für Haushalte mit Tieren ist das ein Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Wedel gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
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