Steckbrief
Schusterpalme
Aspidistra elatior
Auch bekannt als: Metzgerpalme, Eisenpflanze, Schildblume, Cast Iron Plant, Aspidistra
Die Schusterpalme übersteht dunkle Ecken, trockene Luft und vergessenes Gießen fast klaglos und bleibt dabei pflegeleicht.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Dunkel bis Halbschatten |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 40–80 cm |
Kurzporträt
Die Schusterpalme wächst auch in Ecken, in denen andere aufgeben.
Die Schusterpalme, auch Metzgerpalme oder Eisenpflanze genannt, stammt von schattigen Waldböden Süd-Japans und Taiwans. Eine echte Palme ist sie trotz des Namens nicht. Ihre ledrigen Blätter wachsen einzeln direkt aus dem Rhizom, ganz ohne Stamm, und das sehr langsam.
Ihren Ruf als unverwüstliche Pflanze trägt sie zu Recht: Die Namen Schuster- und Metzgerpalme stammen aus den schummrigen Werkstätten und Läden früherer Zeiten, wo sie auch bei wenig Licht durchhielt. Pro Jahr treibt sie oft nur ein bis vier neue Blätter.
Das spricht dafür
Sie kommt mit dunklen Standorten zurecht, an denen die meisten Zimmerpflanzen eingehen, und verzeiht trockene Heizungsluft ebenso wie vergessenes Gießen. Für Katzen und Hunde ist sie zudem ungiftig.
Worauf zu achten ist
Die einzige ernste Gefahr ist zu viel Wasser, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Direkte Sonne bleicht und verbrennt die Blätter, und weil sie so langsam wächst, füllt sie Schäden nur zögerlich wieder auf.
Standort & Licht
Die Schusterpalme mag Halbschatten bis Schatten, aber keine direkte Sonne.
Ein halbschattiger bis schattiger Platz passt ihr am besten, direkte Mittagssonne verträgt sie nicht. In einer ganz dunklen Ecke überlebt sie zwar, wächst dann aber nur spärlich und in die Länge. Panaschierte Sorten brauchen etwas mehr Licht, sonst verblasst ihre Zeichnung. Dauerhaft unter etwa 7 bis 10 Grad sollte sie als Topfpflanze nicht stehen, am wohlsten ist ihr normale Zimmertemperatur.
Gießen & Pflege
Erst gießen, wenn die oberen zwei Drittel des Ballens trocken sind.
Im Sommer heißt das etwa alle ein bis zwei Wochen, im Winter deutlich seltener. Gieße dann durchdringend und schütte Wasser aus Untersetzer oder Übertopf nach ein paar Minuten weg. Trockene Heizungsluft macht ihr nichts aus, Besprühen ist überflüssig, nur die ledrigen Blätter wischst du gelegentlich vom Staub frei. Von Frühjahr bis Sommer düngst du etwa alle zwei bis vier Wochen halb dosiert, im Winter gar nicht.
Vergessen verzeiht sie, ertränken nicht.
Umtopfen & Erde
Die Schusterpalme mag keine Störung und braucht selten einen neuen Topf.
Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr, und das nur etwa alle drei bis fünf Jahre, wenn die Wurzeln den Topf ganz durchdrungen haben oder die Rhizome über den Topfrand drücken. Topfe lieber ein Jahr zu spät als zu früh um, da sie Störungen nur schlecht verträgt.
Als Substrat passt durchlässige Kübel- oder Zimmerpflanzenerde, gern mit etwas Bims, Sand oder Tongranulat. Ein Abzugsloch und gute Drainage sind wichtig, denn Staunässe verträgt sie nicht. Magere Böden nimmt sie klaglos hin und der neue Topf sollte nur ein wenig größer sein als der alte.
Häufige Probleme
Braune Flecken auf den Blättern der Schusterpalme gehen fast immer auf zu viel Wasser zurück, ausgebleichte Blätter auf einen zu sonnigen Platz.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Braune Flecken oder Ränder auf den Blättern | Zu viel Wasser und Staunässe | Weniger gießen und die Drainage prüfen |
| Ausgebleichte oder gelbe Blätter | Direkte Sonne oder zu heller Standort | Schattiger und weiter weg vom Fenster stellen |
| Spinnmilben, Woll- oder Schildläuse | Trockene Wärme und geschwächte Pflanze | Blätter abwischen oder abduschen, Befall behandeln |
Vermehrung
Teilen ist der einzige Weg, die Schusterpalme zu vermehren.
Teile beim Umtopfen im Frühjahr das Rhizom in mehrere Stücke, jedes mit mindestens zwei Blättern oder einem schlafenden Auge. Setze die Teilstücke einzeln in frische, durchlässige Erde und halte sie die ersten Wochen mäßig feucht und warm. Weil die Pflanze langsam anwächst, brauchst du etwas Geduld.
Stecklinge gibt es bei der Schusterpalme nicht, und Saatgut ist im Handel kaum erhältlich. Die Teilung bleibt damit der einzige praktikable Weg.
Giftigkeit
Die Schusterpalme ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Die ASPCA führt sie als Cast Iron Plant mit eigenem Eintrag als ungiftig für Hunde, Katzen und Pferde. Für Haushalte mit Tieren ist das ein Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Blätter gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
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