Steckbrief
Einblatt
Spathiphyllum wallisii
Auch bekannt als: Spathiphyllum, Friedenslilie, Scheidenblatt, Blattfahne, Peace Lily
Das Einblatt trägt weiße Blüten und gedeiht sogar im tiefen Halbschatten, wo viele Zimmerpflanzen längst schlappmachen.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Dunkel bis Halbschatten |
|---|---|
| Gießen | Alle 3–4 Tage |
| Pflege | Mittel |
| Größe | ca. 30–80 cm |
Kurzporträt
Das Einblatt lässt bei Durst traurig die Blätter hängen.
Das Einblatt, vielen als Friedenslilie oder Spathiphyllum bekannt, stammt aus den feuchten Regenwäldern des tropischen Amerika, wo es im lichten Schatten unter Bäumen wächst. Im Topf treibt es horstig aus dem Wurzelstock aus und wird je nach Sorte zwischen 30 und 80 Zentimetern groß.
Sein Markenzeichen ist das weiße Hochblatt, das den eigentlichen Blütenkolben umhüllt. Die Hauptblüte läuft vom Frühjahr bis in den Spätsommer, in warmen Wohnungen blüht es auch im Winter. Eine Ruhephase mit vier bis sechs Wochen sparsamerem Gießen im Winter regt neue Blüten an, verblühte Stiele schneidest du am besten tief ab.
Das spricht dafür
Es gehört zu den wenigen Zimmerpflanzen, die selbst an dunklen Plätzen noch blühen. Feuchte Luft gefällt ihm, deshalb eignet es sich auch fürs Badezimmer.
Worauf zu achten ist
Sein hoher Wasserbedarf verzeiht keine langen Gießpausen, und direkte Sonne verbrennt die Blätter. Trockene Heizungsluft und kalkhaltiges Wasser zeigen sich schnell als braune Blattspitzen. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Das Einblatt mag Halbschatten und nimmt auch dunkle Ecken an.
Es steht gern halbschattig bis schattig und braucht deutlich weniger Licht als die meisten Blühpflanzen. Direkte Sonne bekommt ihm nicht, sie verbrennt die Blätter. Wird es allerdings zu dunkel, bleiben die Blüten grün oder ganz aus. Ideal sind 18 bis 25 °C. Dauerhaft unter 15 °C wird es ihm zu kalt, und die Blüte verzögert sich.
Gießen & Pflege
Das Einblatt braucht mehr Wasser als die meisten Zimmerpflanzen.
Konkret bedeutet das im Sommer etwa alle drei bis vier Tage, sobald die Oberfläche antrocknet, im Winter etwas seltener. Ganz austrocknen darf der Ballen nie, dauerhaft im Wasser stehen aber auch nicht. Nimm möglichst kalkarmes Wasser. Hohe Luftfeuchte tut ihm gut, besprühe es regelmäßig und spare dabei die Blüten aus, sonst werden sie braun. Von April bis September düngst du alle zwei Wochen mit Blühpflanzendünger, im Winter nur alle vier bis sechs Wochen, lieber zu schwach als zu stark.
Verlass dich weniger auf den Kalender als auf seine Blätter.
Umtopfen & Erde
Das Einblatt zieht alle zwei Jahre in frische Erde um.
Umgetopft wird im Frühjahr, bevor der neue Austrieb beginnt. Zeit ist es, wenn der Topf gut durchwurzelt ist. Wer vermehren will, teilt den Horst am besten gleich mit.
Als Erde passt hochwertige, leicht saure Grünpflanzenerde mit einem pH-Wert bis etwa 6,5, durchlässig gemacht mit Sand oder Blähton. Eine Drainageschicht im Topf beugt Staunässe vor. Auch dauerhafte Hydrokultur verträgt das Einblatt gut.
Häufige Probleme
Hängende Blätter sind beim Einblatt fast immer schlichter Durst, braune Blattspitzen sprechen für trockene Luft oder kalkhaltiges Wasser.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Hängende Blätter | Wassermangel, so zeigt es Durst an | zeitnah gießen, es erholt sich meist rasch |
| Braune Blattspitzen und Ränder | trockene Luft, kalkhaltiges Wasser oder Staunässe | Luftfeuchte erhöhen, kalkarm gießen, Staunässe vermeiden |
| Keine oder grün bleibende Blüten | zu wenig Licht oder Nährstoffmangel | heller und indirekt stellen, mit Blühpflanzendünger versorgen |
Vermehrung
Neue Einblätter entstehen durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr.
Nimm die Pflanze im Frühjahr aus dem Topf und teile den Wurzelstock vorsichtig in zwei oder mehr Stücke, jedes mit eigenen Wurzeln und ein paar Blättern. Eingetopft wachsen die Teilstücke als eigenständige Pflanzen weiter. Am wenigsten Arbeit macht das beim ohnehin fälligen Umtopfen.
Giftigkeit
Das Einblatt ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Trotz des Namens Friedenslilie ist das Einblatt keine echte Lilie, sondern ein Aronstabgewächs mit unlöslichen Calciumoxalat-Kristallen. Die ASPCA führt es unter dem Namen Peace Lily mit eigenem Arteintrag als giftig, es gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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