Steckbrief
Glückskastanie
Pachira aquatica
Auch bekannt als: Pachira, Wilder Kakaobaum, Wasserkastanie, Malabar-Kastanie, Money Tree
Die Glückskastanie ist ein pflegeleichter Zimmerbaum für helle Standorte und verzeiht dank ihres Wasserspeichers im Stamm Trockenheit.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 80–200 cm |
Kurzporträt
Die Glückskastanie wächst als kleiner Zimmerbaum mit oft geflochtenem Stamm.
Die Glückskastanie, botanisch Pachira aquatica und oft nur Pachira genannt, stammt aus den Sumpf- und Uferwäldern des tropischen Amerika. Dort wird sie zu einem hohen Baum, im Zimmer bleibt sie meist zwischen 80 und 200 Zentimeter. Ihr verdickter Stamm speichert Wasser und macht sie unempfindlich gegen kurze Trockenheit.
Der typisch geflochtene Stamm ist keine Laune der Natur. Dafür werden mehrere junge Pflanzen im weichen Zustand zusammengeflochten, die später gemeinsam weiterwachsen. Als Zimmerpflanze blüht die Glückskastanie so gut wie nie, das bleibt großen Bäumen im Freien vorbehalten.
Das spricht dafür
Ihr wasserspeichernder Stamm verzeiht vergessenes Gießen, und für Katzen und Hunde ist sie ungiftig. Mit ihrer baumartigen Form füllt sie auch größere Ecken.
Worauf zu achten ist
Zu viel Wasser ist ihr größtes Risiko, denn Staunässe lässt Wurzeln und Stamm faulen. Häufige Standortwechsel quittiert sie mit Blattabwurf, sie bevorzugt einen hellen und festen Platz.
Standort & Licht
Ein fester, heller Platz ist für die Glückskastanie optimal.
Am besten steht sie an einem hellen Platz mit indirektem Licht, etwas direkte Morgensonne ist jedoch kein Problem für sie. Pralle Mittagssonne verbrennt dagegen die Blätter, und an einem zu dunklen Platz wirft sie diese ab. Häufige Standortwechsel mag sie nicht. Dauerhaft unter etwa 12 Grad wird es ihr zu kalt, wohl fühlt sie sich bei normaler Zimmertemperatur.
Gießen & Pflege
Weil ihr Stamm Wasser speichert, darf die Erde gut abtrocknen.
Im Sommer heißt das etwa alle ein bis zwei Wochen gießen, im Winter alle zwei bis drei Wochen bis einmal im Monat. Gieße dann durchdringend und schütte Wasser aus dem Übertopf weg, denn Staunässe verträgt sie überhaupt nicht. Etwas höhere Luftfeuchte mag sie, nötig ist regelmäßiges Besprühen aber nicht. Von Frühjahr bis Herbst düngst du alle zwei bis vier Wochen halb dosiert, im Winter kaum.
Umtopfen & Erde
Beim Umtopfen genügt ein nur wenig größerer Topf.
Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr, meist reicht alle zwei bis drei Jahre, wenn der Ballen gut durchwurzelt ist und die Wurzeln den Topf ausfüllen. Nach dem Umtopfen düngst du im ersten Jahr gar nicht, damit sich die Wurzeln setzen können.
Als Substrat passt durchlässiges Zimmerpflanzensubstrat, bei Bedarf mit Bims oder Tongranulat gemischt. Eine Spezialerde braucht sie nicht. Wichtig sind ein Abzugsloch und gute Drainage, denn im Topf darf kein Wasser stehen. Der neue Topf sollte nur zwei bis drei Zentimeter mehr Durchmesser haben.
Häufige Probleme
Gelbe Blätter und Blattabwurf hat die Glückskastanie meist von zu viel Wasser oder einem Temperaturwechsel, braune Blattspitzen von zu trockener Luft.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Gelbe Blätter und Blattabwurf | Zu viel Wasser, Staunässe oder Temperaturwechsel | Weniger gießen, Wurzeln prüfen, festen Standort geben |
| Braune Blattspitzen oder Ränder | Zu trockene Luft, zu wenig Licht oder Nährstoffmangel | Luftfeuchte erhöhen, heller stellen und düngen |
| Woll-, Schild- oder Spinnmilben | Trockene Luft und geschwächte Pflanze | Abduschen oder abwischen, Befall behandeln |
Vermehrung
Stecklinge der Glückskastanie bewurzeln zwar, brauchen dafür aber oft Wochen.
Schneide im Frühjahr oder Sommer einen grünen oder leicht verholzten Trieb ab und stell ihn ins Wasser oder direkt in feuchte Erde. Bis sich Wurzeln bilden, können mehrere Wochen vergehen. Der Steckling wirft anfangs manchmal Blätter ab und treibt nach dem Bewurzeln neu aus.
Auch eine Aussaat ist möglich, dauert aber länger. In beiden Fällen bekommst du eine einzelne Pflanze, der typisch geflochtene Stamm entsteht nur durch das Flechten mehrerer Jungpflanzen.
Giftigkeit
Die Glückskastanie ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Die ASPCA führt die Glückskastanie als Money Tree mit eigenem Eintrag als ungiftig für Hunde und Katzen und nennt keine giftigen Inhaltsstoffe. Für Haushalte mit Tieren ist das ein Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Blätter gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
Ähnlich pflegeleicht
Passende Kategorien
Ist Glückskastanie die richtige Pflanze für dich?
In neun Fragen zeigen wir dir, welche Pflanzen zu deinem Standort, Licht und Alltag passen.
Über diese Seite