Wachsblume (Hoya carnosa) Wachsblume (Hoya carnosa) – Bild 2 Wachsblume (Hoya carnosa) – Bild 3 Wachsblume (Hoya carnosa) – Bild 4

Steckbrief

Wachsblume

Hoya carnosa

Auch bekannt als: Hoya, Porzellanblume, Wax Plant, Porcelain Flower, Hindu-Rope, Compacta

Die Wachsblume rankt am hellen Fenster und belohnt Geduld mit duftenden, wachsartigen Blüten.

Auf einen Blick

Ungiftig
StandortHalbschatten bis hell
GießenAlle 1–2 Wochen
PflegePflegeleicht
GrößeRanken ca. 60–150 cm

Kurzporträt

Schneide die Kurztriebe der Wachsblume nie ab, sonst bleiben Blüten aus.

Die Wachsblume, auch Porzellanblume oder schlicht Hoya genannt, wächst epiphytisch in den warmfeuchten Wäldern Süd- und Ostasiens bis nach Australien. Ihre wachsartigen, leicht fleischigen Blätter sitzen an langen Trieben, die du klettern oder hängen lassen kannst und die im Alter verholzen.

Ihren Namen tragen die porzellanartigen Sternblüten, die in runden Dolden stehen und abends kräftig duften. Sie erscheinen Jahr für Jahr an denselben verdickten Kurztrieben, den sogenannten Spuren.

Das spricht dafür

Als Blattpflanze ist sie genügsam und wächst kletternd am Spalier ebenso wie hängend aus der Ampel. Für Katzen und Hunde ist sie ungiftig.

Worauf zu achten ist

Ihre Blüte hat Bedingungen, denn neben viel Licht braucht sie eine kühle Winterruhe. Sobald sich Knospen zeigen, darf der Topf nicht mehr gedreht oder umgestellt werden, sonst wirft sie die Knospen ab.

Standort & Licht

Die Wachsblume braucht viel helles Licht, sonst blüht sie nicht.

Ein Platz nah am hellen Fenster ist ideal, harte Mittagssonne bleicht und verbrennt aber die Blätter. Im Halbschatten überlebt sie, wächst dort jedoch sparrig und blüht kaum. Zum Wachsen mag sie 18 bis 24 °C. Eine kühle Winterruhe bei 10 bis 15 °C fördert die Blüte, dauerhaft unter etwa 10 °C wird es ihr zu kalt.

Gib ihr Zeit und einen festen Platz, dann blüht sie zuverlässig.

Gießen & Pflege

Die wachsartigen Blätter der Wachsblume speichern Wasser und verzeihen knappes Gießen.

Im Sommer gießt du etwa alle ein bis zwei Wochen, sobald die obere Erdschicht angetrocknet ist, im Winter deutlich weniger. Ganz austrocknen sollte der Ballen trotzdem nie, Staunässe verträgt er aber noch schlechter. Verwende möglichst kalkarmes Wasser. Normale Raumluft reicht ihr, gelegentliches Besprühen mag sie, offene Blüten sparst du dabei aus. Von April bis September düngst du alle zwei bis vier Wochen schwach dosiert und kalibetont, das fördert die Blüte.

Umtopfen & Erde

Die Wachsblume bleibt gern zwei bis drei Jahre im selben Topf.

Umgetopft wird nur bei Bedarf, im Frühjahr und nie während der Blüte. Manche Pflanzen bleiben sogar rund fünf Jahre im selben Topf. Zeit wird es, wenn der Ballen vollständig durchwurzelt ist.

Als Substrat eignet sich ein lockeres, luftiges Gemisch, etwa Blumenerde mit Perlite und etwas Orchideenrinde. Ein Abzugsloch und eine Drainageschicht sind Pflicht. Wähle den neuen Topf nur eine Nummer größer, denn knapp getopft blüht sie besser.

Häufige Probleme

Die Wachsblume blüht meist nicht, weil ihr Licht oder die kühle Winterruhe fehlt, und wirft Knospen ab, wenn du den Topf drehst oder ungleichmäßig gießt.

Häufige Probleme bei der Wachsblume: Symptom, Ursache und Lösung
Symptom Woran es liegt Was hilft
Keine Blüten Zu wenig Licht, fehlende kühle Winterruhe oder ein Standortwechsel Heller stellen, kühl überwintern, Standort beibehalten
Knospen fallen ab Topf gedreht oder umgestellt, ungleichmäßig gegossen Bei Knospen nicht bewegen und gleichmäßig gießen
Wurzelfäule oder Woll- und Schmierläuse Staunässe oder zu trockene Luft Durchlässig topfen, weniger gießen, Schädlinge abwischen

Vermehrung

Stecklinge der Wachsblume bewurzeln in sechs bis acht Wochen.

Schneide einen Trieb mit mindestens einem Blattpaar ab und stell ihn ins Wasserglas oder stecke ihn in ein luftiges Substrat. Bei über 20 °C bilden sich in etwa sechs bis acht Wochen Wurzeln.

Alternativ senkst du einen Trieb ab und trennst ihn, sobald er eigene Wurzeln gebildet hat. In beiden Fällen brauchst du Geduld, denn bis zur ersten Blüte vergehen oft zwei bis drei Jahre.

Giftigkeit

Die Wachsblume ist ungiftig für Katzen und Hunde.

Die ASPCA führt Hoya carnosa unter dem Namen Wax Plant als ungiftig für Hunde und Katzen. In einem Haushalt mit Tieren darf sie deshalb auch in deren Reichweite stehen. Ungiftig heißt allerdings nicht, dass Blätter oder Erde in den Mund gehören.

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Zuletzt aktualisiert: 28.07.2026