Steckbrief
Peperomia
Peperomia obtusifolia
Auch bekannt als: Zwergpfeffer, Zierpfeffer, Pfeffergesicht, Fleischige Peperomie, Baby Rubber Plant, Pepper Face, Peperomia magnoliifolia
Die Peperomia ist pflegeleicht, bleibt kompakt und speichert Wasser in dicken, glänzenden Blättern.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 7–10 Tage |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 25–30 cm |
Kurzporträt
Die Peperomia wächst langsam und bleibt ein handliches Tischpflänzchen.
Die Peperomia obtusifolia, auf Deutsch Zwergpfeffer, stammt aus den feuchten Wäldern Tropenamerikas, von Florida über Mexiko bis Südamerika. Anders als ihr englischer Name Baby Rubber Plant nahelegt, ist sie nicht mit dem Gummibaum verwandt, sondern gehört zur Pfefferfamilie, also zur Verwandtschaft des Gewürzpfeffers.
Sie wächst langsam und bleibt kompakt-buschig, mit aufrechten, fleischigen Trieben und dicken, glänzenden Blättern. In diesen halbsukkulenten Blättern speichert sie Wasser, weshalb sie kurze Trockenphasen locker übersteht. Ältere Pflanzen werden breiter und hängen an den Rändern leicht über.
Das spricht dafür
Dank ihrer wasserspeichernden Blätter verzeiht sie auch mal eine vergessene Gießrunde. Sie kommt mit weniger Licht zurecht und ist für Katzen und Hunde ungiftig.
Worauf zu achten ist
Ihr gefährlichster Fehler ist zu viel Wasser, denn die halbsukkulenten Triebe faulen bei Staunässe schnell. Auch ein zu großer Topf hält zu lange Nässe, weil ihr Wurzelsystem klein bleibt.
Standort & Licht
Die Peperomia mag mittleres bis helles Licht, aber keine pralle Sonne.
Ideal ist ein heller Platz mit indirektem Licht, etwas Abstand zum Fenster genügt. Heiße direkte Sonne bleicht die Blätter aus oder verbrennt sie. Die grüne Form kommt sogar an einem Nordfenster gut zurecht, buntlaubige Sorten brauchen jedoch etwas mehr Licht für ihre Zeichnung. Ideal sind 18 bis 24 Grad, dauerhaft unter etwa 12 Grad und in Zugluft wird es ihr zu kalt.
Gießen & Pflege
Behandle die Peperomia eher wie eine Sukkulente als eine Grünpflanze.
Im Sommer heißt das etwa alle sieben bis zehn Tage gießen, sobald die obere Erdschicht abgetrocknet ist, im Winter reicht alle zwei Wochen. Lass überschüssiges Wasser immer ablaufen, denn in ihren fleischigen Trieben speichert sie Wasser und fault bei Staunässe schnell. Normale Raumluft genügt, etwas mehr Luftfeuchte um vierzig bis sechzig Prozent ist jedoch ideal. Weil ihr Wurzelsystem klein ist, düngst du nur sparsam, etwa alle vier bis acht Wochen von Frühjahr bis Herbst.
Kleine Wassergaben genügen ihr, Staunässe verzeiht sie nicht.
Umtopfen & Erde
Die Peperomia braucht selten einen neuen Topf und nie einen großen.
Umtopfen reicht meist alle zwei Jahre, und auch nur, wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Weil ihr Wurzelsystem klein bleibt, hat sie es mit dem Umtopfen selten eilig.
Nimm einen nur eine Nummer größeren Topf mit Abzugsloch, denn ein zu großes Gefäß speichert zu viel Nässe und lässt die Wurzeln faulen. Als Substrat passt lockere, gut durchlässige Erde mit Perlite oder Tongranulat.
Häufige Probleme
Weiche Triebe bedeuten bei der Peperomia zu viel Wasser, braune und eingerollte Blattränder dagegen zu trockene Luft oder zu wenig Wasser.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Weiche, welke Triebe und Wurzelfäule | Überwässerung und Staunässe | Weniger gießen, antrocknen lassen, durchlässig topfen |
| Braune, eingerollte Blattränder | Zu trockene Luft oder zu wenig Wasser | Gießen anpassen, Luftfeuchte etwas erhöhen |
| Spinnmilben und Wollläuse | Trockene Heizungsluft | Abduschen, Luftfeuchte erhöhen, mit Neemöl behandeln |
Vermehrung
Schon ein einzelnes Blatt wird bei der Peperomia zur neuen Pflanze.
Im Frühjahr oder Sommer schneidest du einen Trieb mit ein paar Blättern ab und stellst ihn ins Wasserglas oder in luftiges Substrat. Nach etwa zwei bis vier Wochen bilden sich Wurzeln, auch einzelne Blätter mit Stiel bewurzeln.
Bei buntlaubigen Sorten nimmst du besser Triebstecklinge als Blattstecklinge, sonst kann die Zeichnung verloren gehen. Für die grüne Form spielt das jedoch keine Rolle.
Giftigkeit
Die Peperomia ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Die ASPCA führt Peperomia obtusifolia mit eigenem Eintrag als ungiftig für Katzen und Hunde, ein giftiger Wirkstoff ist nicht bekannt. Für Haushalte mit Tieren ist das ein Pluspunkt. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Blätter gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
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