Steckbrief
Rhipsalis
Rhipsalis baccifera
Auch bekannt als: Binsenkaktus, Korallenkaktus, Rutenkaktus, Mistelkaktus, Rhipsalis cassutha
Die Rhipsalis ist ein stachelloser Kaktus, der als Ampelpflanze herabhängt und ungiftig ist.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | Ranken ca. 20–60 cm |
Kurzporträt
Die Rhipsalis wächst als Epiphyt auf Bäumen, nicht im Boden.
Die Rhipsalis, auch Binsenkaktus oder Korallenkaktus genannt, stammt aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Dort sitzt sie epiphytisch auf Bäumen. Ihre dünnen, weichen Triebe hängen über den Topfrand und machen sie zu einer klassischen Ampelpflanze.
Botanisch ist sie eine Besonderheit, denn sie ist der einzige Kaktus, der von Natur aus auch außerhalb Amerikas vorkommt, etwa in Afrika und auf Sri Lanka. Statt Stacheln zu bilden, speichert sie Wasser in ihren biegsamen Trieben.
Das spricht dafür
Sie ist ungiftig, genügsam und verzeiht es, wenn das Gießen einmal ausfällt. Als hängende Pflanze macht sie sich gut auf einem Regal oder in einer Blumenampel.
Worauf zu achten ist
Staunässe verträgt sie nicht, sie führt schnell zu Wurzelfäule. Die filigranen Triebe brechen außerdem leicht, deshalb solltest du die Pflanze vorsichtig handhaben.
Standort & Licht
Stell die Rhipsalis ans Ost-, West- oder Nordfenster, nie in pralle Sonne.
Ein Ost-, West- oder Nordfenster passt gut, ebenso ein halbschattiger Platz etwas abseits vom Fenster. Pralle Mittagssonne verbrennt dagegen die Triebe. Steht sie zu dunkel, wächst sie nur spärlich und vergeilt. Ganzjährig mag sie es zimmerwarm, dauerhaft unter etwa 12 Grad wird es ihr jedoch zu kühl.
Gießen & Pflege
Die Rhipsalis speichert Wasser und kommt mit seltenem Gießen aus.
Im Sommer heißt das etwa alle ein bis zwei Wochen gießen, sobald die obere Erdschicht angetrocknet ist, im Winter nur noch alle drei bis vier Wochen. Staunässe verträgt sie nicht. Höhere Luftfeuchte tut ihr gut: Besprühe sie mit kalkarmem Wasser, vor allem gegen trockene Heizungsluft. Von April bis September düngst du sie schwach etwa einmal im Monat, jedoch nicht im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen.
Anders als Wüstenkakteen darf ihr Ballen nie ganz austrocknen.
Umtopfen & Erde
Die Rhipsalis hat ein kleines Wurzelwerk und braucht selten einen neuen Topf.
Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen ist das Frühjahr, und das nur alle zwei bis vier Jahre, wenn sie gut durchwurzelt ist. Die filigranen Triebe brechen leicht, geh beim Umtopfen also behutsam vor.
Als Substrat passt eine durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde mit etwas Humus, Bims, Tongranulat oder Pinienrinde, reine Blumenerde ist zu schwer. Nimm einen flachen Topf mit Abzugsloch nur eine Nummer größer, sonst bleibt die Erde zu lange nass.
Häufige Probleme
Werden die Triebe der Rhipsalis gelb und glasig, steht sie zu nass, weiße wattige Beläge sind dagegen Wollläuse aus trockener Heizungsluft.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Gelbe, glasige, weiche Triebe | Staunässe und Wurzelfäule | Trockener stellen, faule Wurzeln entfernen, durchlässig topfen |
| Weiße, wattige Beläge | Wollläuse, oft bei trockener Heizungsluft | Abwischen oder behandeln und die Luftfeuchte erhöhen |
| Abgeworfene oder verfärbte Triebe | Zu viel Sonne oder Nährstoffmangel | Standort anpassen und bei Bedarf leicht düngen |
Vermehrung
Triebstecklinge bewurzeln, wenn du sie ein bis zwei Tage antrocknen lässt.
Schneide im Frühjahr oder Sommer ein Triebstück ab und lass die Schnittstelle ein bis zwei Tage antrocknen, damit sie nicht fault. Danach steckst du das Stück in leicht feuchtes Substrat, wo es zuverlässig Wurzeln bildet.
Möglich ist auch eine Aussaat bei 19 bis 24 Grad. Dieser Weg dauert allerdings deutlich länger, weshalb Stecklinge in der Praxis fast immer die bessere Wahl sind.
Giftigkeit
Die Rhipsalis ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Die ASPCA führt die Art unter dem Synonym Rhipsalis cassutha als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde. Kursierende Warnungen beruhen meist auf einer Verwechslung mit giftigen Euphorbien. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Triebe gehören trotzdem nicht in Kinderhände.
Ähnlich pflegeleicht
Passende Kategorien
Ist Rhipsalis die richtige Pflanze für dich?
In neun Fragen zeigen wir dir, welche Pflanzen zu deinem Standort, Licht und Alltag passen.
Über diese Seite