Steckbrief
Pilea (Chinesische Geldpflanze)
Pilea peperomioides
Auch bekannt als: Ufopflanze, Chinesische Geldpflanze, Chinese Money Plant, Pfannkuchenpflanze, Glückstaler, Bauchnabelpflanze, Missionary Plant, Friendship Plant
Die Pilea trägt ihre runden, münzförmigen Blätter kompakt am Stamm und ist pflegeleicht und ungiftig.
Auf einen Blick
Ungiftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Etwa wöchentlich |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | ca. 20–30 cm |
Kurzporträt
Die runden Blätter der Pilea sitzen wie kleine Teller auf dünnen Stielen.
Die Pilea peperomioides, meist Chinesische Geldpflanze oder Ufopflanze genannt, stammt aus den Bergwäldern Südwestchinas. Ein norwegischer Missionar brachte sie in den 1940er-Jahren nach Skandinavien, und von dort verbreitete sie sich als Ableger von Hand zu Hand. Diesem Weg verdankt sie ihren Beinamen Freundschaftspflanze.
Auf einem zentralen Stamm trägt sie ihre runden, leicht sukkulenten Blätter, die etwas Wasser speichern. Sie wächst zügig und bildet dabei laufend neue Kindel an Basis und Stamm. Ihre Blätter drehen sich zum Licht, weshalb du den Topf ab und zu wenden solltest, damit sie gleichmäßig wächst.
Das spricht dafür
Sie ist pflegeleicht, für Katzen und Hunde ungiftig und bleibt klein genug für jede Fensterbank. Neue Pflanzen schenkt sie dir mit ihren vielen Ablegern praktisch von selbst.
Worauf zu achten ist
Ihr häufigster Fehler ist zu viel Wasser, denn bei Staunässe faulen die Wurzeln schnell. Pralle Sonne hinterlässt gebleichte Flecken, und bei einseitigem Licht wächst sie schief.
Standort & Licht
Dreh die Pilea regelmäßig, denn ihre Blätter wenden sich dem Licht zu.
Am besten steht sie hell und indirekt, etwas weiche Morgen- oder Abendsonne verträgt sie jedoch problemlos. Pralle Mittagssonne dagegen verbrennt die Blätter und hinterlässt helle Flecken. Weil sich die Blätter nach dem Licht ausrichten, wirkt die Pflanze bald einseitig, wenn du den Topf nicht ab und zu drehst. Ideal sind 15 bis 25 Grad, dauerhaft unter etwa 12 Grad und in Zugluft wird es ihr zu kalt.
Gießen & Pflege
Anders als viele Zimmerpflanzen verträgt die Pilea auch hartes Leitungswasser.
Im Sommer sollte die Pilea wöchentlich gegossen werden, sobald das obere Drittel der Erde abgetrocknet ist, im Winter reicht alle zwei Wochen. Lass überschüssiges Wasser ablaufen, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Normale Zimmerluft genügt ihr, über etwas mehr Luftfeuchte freut sie sich aber. Von Frühjahr bis Sommer düngst du ein- bis zweimal im Monat schwach, im Winter kaum.
Umtopfen & Erde
Etwas enger gehalten bildet die Pilea mehr Kindel.
Die Pilea sollte alle ein bis zwei Jahre umgetopft werden, idealerweise im Frühjahr, spätestens wenn die Wurzeln aus den Abzugslöchern wachsen. Hältst du sie im Topf leicht eng, bildet sie sogar mehr Ableger. Übertreib es also nicht mit der Topfgröße.
Als Substrat passt durchlässige Zimmerpflanzenerde mit reichlich Perlit, etwa zwei Teile Erde auf einen Teil Perlit. Ein Abzugsloch ist Pflicht. Ein Terrakottatopf trocknet schneller ab und hilft gegen zu viel Nässe.
Häufige Probleme
Hängende, schlaffe Stängel bedeuten bei der Pilea entweder zu viel oder zu wenig Wasser, schiefes Wachstum dagegen zu einseitiges Licht.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Hängende, schlaffe Stängel | Zu viel oder zu wenig Wasser | Drainage prüfen, Erde antrocknen lassen oder durchdringend gießen |
| Gebleichte Flecken oder gelbe Blätter | Zu viel direkte Sonne | Heller, aber indirekter stellen |
| Schiefes, gestrecktes Wachstum | Zu wenig oder einseitiges Licht | Regelmäßig drehen und heller stellen |
Vermehrung
Die Pilea liefert dir bewurzelte Ableger direkt an Stamm und Basis.
Warte, bis ein Ableger etwa sieben bis acht Zentimeter groß ist und eigene Wurzeln gebildet hat. Dann trennst du ihn mit einem sauberen Messer knapp am Stamm oder unter der Erde ab und setzt ihn in ein eigenes Töpfchen oder erst ins Wasserglas.
Reine Blattableger ohne Stielansatz bewurzeln dagegen nicht, dazu braucht es immer ein Stück Stängel. Alternativ lassen sich auch Stängelstecklinge der Mutterpflanze bewurzeln.
Giftigkeit
Die Pilea (Chinesische Geldpflanze) ist ungiftig für Katzen und Hunde.
Als Brennnesselgewächs enthält sie weder Calciumoxalate noch Saponine. Einen eigenen Arteintrag hat Pilea peperomioides bei der ASPCA nicht, verwandte Pilea-Arten sind dort aber als ungiftig gelistet, und auch die NC State Extension führt sie als ungiftig. Ungiftig heißt aber nicht essbar, Erde und Blätter gehören nicht in Kinderhände.
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