Steckbrief
Monstera
Monstera deliciosa
Auch bekannt als: Fensterblatt, Köstliches Fensterblatt, Schweizer Käsepflanze, Split-leaf Philodendron, Philodendron pertusum, Monstera pertusum
Die Monstera klettert als große Zimmerpflanze am Moosstab nach oben und mag hellen Halbschatten.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Halbschatten bis hell |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Mittel |
| Größe | ca. 100–250 cm |
Kurzporträt
Die Monstera bildet ihre berühmten Blattfenster erst mit den Jahren.
Die Monstera, im Deutschen Fensterblatt genannt, stammt aus den tropischen Regenwäldern Mittelamerikas, wo sie an Baumstämmen emporklettert. Botanisch heißt sie Monstera deliciosa und wird umgangssprachlich oft fälschlich zu den Philodendren gezählt. Im Zimmer wächst sie schnell und klettert mit kräftigen Luftwurzeln an einem Moosstab nach oben.
Ihre namensgebenden Blattfenster und Schlitze bilden sich erst an älteren, größeren Pflanzen. Junge Blätter sind noch herzförmig und geschlossen. Solche durchbrochenen Blätter sind im Pflanzenreich selten und helfen der Pflanze vermutlich, Wind und Licht besser durch das dichte Blätterdach zu lassen.
Das spricht dafür
Sie wächst schnell zu einer stattlichen Pflanze heran, verzeiht kleinere Pflegefehler und kommt auch im Halbschatten zurecht. Mit einem Moosstab lenkst du ihren Wuchs nach oben statt in die Breite.
Worauf zu achten ist
Zu viel Wasser ist ihr größtes Risiko, denn bei Staunässe faulen die Wurzeln und die Blätter werden gelb. Ohne Stütze wächst sie unkontrolliert in die Breite und braucht viel Platz. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Die Monstera steht gerne hell, aber ohne direkte Sonne.
Am besten passt ein Platz nahe einem Ost- oder Westfenster. Je heller sie steht, desto eher bildet sie ihre Schlitze, im Halbschatten wächst sie langsamer und bleibt oft geschlossen. Gemusterte Sorten brauchen mehr Licht als rein grüne. Ideal sind 18 bis 25 Grad, dauerhaft unter etwa 15 Grad wird es ihr zu kalt.
Gießen & Pflege
Gieße die Monstera erst, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Im Sommer braucht die Monstera etwa alle ein bis zwei Wochen Wasser, sobald die oberen zwei bis drei Zentimeter angetrocknet sind, im Winter alle zwei bis drei Wochen. Gieße durchdringend mit weichem, zimmerwarmem Wasser und schütte Überschuss weg, denn dauernde Nässe lässt die Wurzeln faulen. Die Monstera bevorzugt höhere Luftfeuchte, mit normaler Raumluft kommt sie aber auch zurecht. Von Frühjahr bis Spätsommer düngst du etwa monatlich, im Winter überhaupt nicht.
Umtopfen & Erde
Beim Umtopfen dürfen die brüchigen Luftwurzeln nicht geknickt werden.
Junge Pflanzen topfst du etwa alle ein bis zwei Jahre um, ältere seltener, jeweils im Frühjahr. Zeit wird es, wenn die Wurzeln den Topf ausfüllen oder oben aus der Erde treten. Die dicken Luftwurzeln sind brüchig, geh beim Umsetzen behutsam mit ihnen um.
Als Substrat passt ein lockeres Aroiden-Gemisch, etwa zwei Drittel Grünpflanzenerde und ein Drittel Perlit und Pinienrinde. Reine Blumenerde verdichtet zu stark und hält zu viel Nässe. Ein Abzugsloch ist Pflicht, und der neue Topf muss nur wenige Zentimeter größer sein. Einen Moosstab setzt du am besten gleich mit ein.
Häufige Probleme
Gelbe Blätter deuten bei der Monstera fast immer auf zu nasse Erde hin, fehlende Schlitze meist auf zu wenig Licht oder ein zu junges Pflanzenalter.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Gelbe oder braune Blätter | Staunässe durch Überwässerung | Erde antrocknen lassen, Drainage verbessern, seltener gießen |
| Blätter ohne Schlitze und Fenster | Zu dunkel, noch zu jung oder Nährstoffmangel | Heller stellen, in der Wachstumszeit düngen, Geduld haben |
| Braune Blattränder und Spitzen | Trockene Luft, Überdüngung oder Nähe zur Heizung | Luftfeuchte erhöhen, weniger düngen, von der Heizung wegrücken |
Vermehrung
Ein Steckling gelingt nur mit Blattknoten und möglichst einer Luftwurzel.
Schneide im Frühjahr oder Sommer einen Kopf- oder Triebsteckling knapp unter einem Blattknoten ab, idealerweise mit einer Luftwurzel und einem Blatt. Stell ihn ins Wasserglas oder gleich in feuchtes Substrat. Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln, dann kommt er in Erde.
Bei großen Pflanzen funktioniert auch das Abmoosen direkt am Trieb. Gemusterte Sorten lassen sich ebenso vermehren, ihre weiße Zeichnung kann bei den Ablegern aber verloren gehen.
Giftigkeit
Die Monstera ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Alle Pflanzenteile enthalten unlösliche Calciumoxalat-Kristalle. In der ASPCA-Giftpflanzen-Datenbank ist sie unter dem Namen Swiss Cheese Plant mit eigenem Eintrag als giftig gelistet. Sie gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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