Steckbrief
Erbsenpflanze
Senecio rowleyanus
Auch bekannt als: Curio rowleyanus, Perlenschnur, Erbse am Band, String of Pearls, String of Beads, Zitronenförmiges Kreuzkraut
Die Erbsenpflanze wächst als hängende Sukkulente und will dafür einen hellen, sonnigen Platz.
Auf einen Blick
Giftig| Standort | Hell bis sonnig |
|---|---|
| Gießen | Alle 1–2 Wochen |
| Pflege | Pflegeleicht |
| Größe | Ranken ca. 30–90 cm |
Kurzporträt
Die Erbsenpflanze ist ein echter Hingucker, verzeiht aber weder Nässe noch Dunkelheit.
Die Erbsenpflanze, auch Perlenschnur genannt, stammt aus den trockenen Gebieten Südafrikas, wo sie zwischen Felsen und unter Büschen als Bodendecker kriecht. Botanisch heißt sie Senecio rowleyanus und wird neuerdings zu Curio rowleyanus gezählt. Als Korbblütler ist sie mit Gänseblümchen und Sonnenblume verwandt.
Ihre namensgebenden Perlen sind kugelige, wassergefüllte Blätter. Jede Kugel trägt einen durchscheinenden Streifen, ein sogenanntes Blattfenster, das Licht ins Innere lässt und zugleich die verdunstende Oberfläche klein hält. So kommt sie in ihrer trockenen Heimat mit wenig Wasser aus.
Das spricht dafür
Als Sukkulente speichert sie Wasser und übersteht auch längere Gießpausen, auch an trockener Heizungsluft stört sie sich nicht. Aus jedem Trieb lässt sich mühelos eine neue Pflanze ziehen.
Worauf zu achten ist
Ihr größtes Risiko ist Staunässe, denn zu viel Wasser lässt die zarten Triebe und Wurzeln schnell faulen. Steht sie zu dunkel, werden die Triebe lang und kahl und bilden nur noch kleine Perlen. Giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder, deshalb außer Reichweite stellen.
Standort & Licht
Die Erbsenpflanze braucht so viel Licht wie möglich, gerne etwas Sonne.
Ein Süd- oder Westfenster mit einigen Stunden Morgen- oder Nachmittagssonne ist ideal. An pralle Mittagssonne solltest du sie langsam gewöhnen, sonst verbrennen die Perlen. Bei zu wenig Licht vergeilen die Triebe. Am wohlsten ist ihr Zimmerwärme von 18 bis 27 Grad. Dauerhaft unter etwa 10 Grad wird es ihr zu kalt, ein kühler Winterstand von 10 bis 15 Grad fördert dagegen die Blüte.
Gießen & Pflege
Die Perlen selbst zeigen dir, wann die Erbsenpflanze Wasser braucht.
Im Sommer heißt das meist alle ein bis zwei Wochen gießen, sobald die oberen zwei Zentimeter trocken sind, im Winter reicht alle drei bis vier Wochen. Gieße durchdringend und lass überschüssiges Wasser vollständig ablaufen, am besten von unten, denn die zarten Triebe faulen bei Nässe leicht. Trockene Raumluft ist kein Problem, auf Besprühen verzichtest du besser, weil Feuchtigkeit die Perlen faulen lässt. Von April bis September düngst du alle vier bis acht Wochen schwach mit Kakteendünger, im Winter und im ersten Jahr nach dem Kauf gar nicht.
Zu trocken kann sie verzeihen, zu nass nur selten.
Umtopfen & Erde
Ihre flachen Wurzeln kommen jahrelang mit demselben Topf aus.
Umtopfen reicht meist alle zwei bis drei Jahre, am besten im Frühjahr. Zeit wird es, wenn der Topf komplett durchwurzelt ist und die Erbsenpflanze kaum noch wächst.
Als Substrat passt durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde mit hohem mineralischem Anteil aus Sand, Bims oder Perlite. Wichtig ist ein Abzugsloch. Nimm einen flachen Topf, der nur wenig größer ist, denn die Wurzeln reichen nicht tief. Ein Tontopf trocknet dabei schneller ab als Kunststoff.
Häufige Probleme
Schrumpelige Perlen zeigen bei der Erbsenpflanze Durst oder beginnende Wurzelfäule an, matschige und aufplatzende Perlen eindeutig Staunässe.
| Symptom | Woran es liegt | Was hilft |
|---|---|---|
| Schrumpelige, eingefallene Perlen | Zu wenig Wasser oder beginnende Wurzelfäule | Durchdringend gießen, bei Fäulnis Wurzeln und Substrat prüfen |
| Matschige, aufplatzende Perlen und faulende Triebe | Staunässe durch Überwässerung | Weniger gießen, durchlässiges Substrat verwenden, Abzug sichern |
| Lange, kahle Triebe mit kleinen Perlen | Zu wenig Licht | Deutlich heller stellen und etwas Sonne geben |
Vermehrung
Ein Trieb auf die Erde gelegt wurzelt an den Knoten.
Schneide im Frühjahr oder Sommer einen gesunden Trieb ab und lege ihn auf feuchtes Substrat, sodass die Blattknoten die Erde berühren. Dort bilden sich nach einigen Wochen Wurzeln. Trag dabei Handschuhe, denn der Pflanzensaft reizt die Haut.
Ebenso kannst du beim Umtopfen den ganzen Horst teilen. Das lohnt sich vor allem bei älteren Pflanzen, die von unten verkahlen, denn so verjüngst du sie gleich mit.
Giftigkeit
Die Erbsenpflanze ist giftig für Katzen, Hunde und Kleinkinder.
Ihr Pflanzensaft ist reizend, und die ganze Pflanze gilt als giftig. Die ASPCA führt die Erbsenpflanze nicht mit eigenem Arteintrag, nennt sie aber in ihrem Ratgeber zu Sukkulenten als giftig für Tiere. Sie gehört deshalb außer Reichweite von Tieren und Kindern.
Wer das Risiko gar nicht erst eingehen will, findet in der Übersicht ungiftige Zimmerpflanzen alle haustiersicheren Alternativen — ähnlich robust ist zum Beispiel die Grünlilie. Oder du machst den Pflanzen-Test — der filtert giftige Pflanzen automatisch aus.
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